Philosophicum 2012: Gedanken über „Menschen und andere Tiere“

Der Freitag stand beim interdisziplinären Philosophicum in Lech ganz im Zeichen der Naturwissenschaften und der Kunst. Passend zum diesjährigen Generalthema „Tiere. Der Mensch und seien Natur.“ wurde am Vormittag die Frage erörtert, ob und inwiefern sich der Mensch vom Tier unterscheidet. Nachmittags beleuchtete unter anderem Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, welche Rolle Tiere in der bildnerischen Kunst und Literatur spielen.

Der Mensch und andere Tiere

Zum Auftakt des zweiten Symposiumtages referierte der Schweizer Philosoph und Germanist Markus Wild zum Thema „Der Mensch und andere Tiere – Überlegungen zu einer umstrittenen Redeweise“. Wild plädierte dabei für eine zoologische Wende in der philosophischen Anthropologie. Er trat in seiner Rede den Beweis an, dass der Mensch sehr wohl ein Tier sei. Denn, so Wild: „Den Mensch allein aus seiner Rationalität heraus zu erklären greift zu kurz: Was sind dann all jene Menschen, denen diese Fähigkeit zur Rationalität fehlt?“ Seine These mündete im Animalismus, den er so erklärte: „Animalismus ist eine These darüber, was wir sind, im ontologischen Sinn. Die These lautet: Jeder Mensch ist mit einem Tier identisch, er ist ein Tier. Mensch ist aber nicht Tier plus x, sondern jeder Mensch ist ein Tier.“ Evolutionsbiologin Andrea Grill führte im Anschluss daran aus, was ein Tier aus Sicht der Naturwissenschaftlerin ist. Ihr Referat unter dem Titel „Was ist ein Tier? Zur Erfindung des Haustiers“ zeigte auf, wie beschränkt unsere Sicht auf die Tierwelt in Wahrheit ist: „Wenn wir an Tiere denken, denken wir an etwas, das Fell oder Federn hat, ein charmantes Wesen mit großen Augen, das sich angreifen lässt, wenn es uns beliebt. Das sind aus zoologischer Sicht die Rosinen, aber der ganze Kuchen bleibt unerwähnt.“ Die Evolutionsbiologin zeichnete zudem die Geschichte der Haustiere nach, die mit der Domestizierung von Hund und Katze begonnen hat. Zahlreiche weitere Tierarten folgten. Erst waren sie vor allem Nahrungsquelle, dann Nutztiere zur Arbeitserleichterung. Erst mit dem Aufkommen der Maschinen lösten diese die Nutztiere vielfach ab und viele Nutz- wurden zu Haustieren. Grill zeigte auf, wie groß die Bandbreite an Arten in Wahrheit ist. Und sie hielt zudem unmissverständlich fest: „Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist eigentlich Fiktion.“ Die konstruierten Abgrenzungen des Menschen zum Tier seien letztlich hinfällig, so Grill: „Wir sind nicht das Tier, das Werkzeuge herstellt, sondern das Tier, das Sinn herstellt.“

Tiere in der Kunst

Die Referenten des Nachmittages beschäftigten sich mit der Darstellung und Rolle der Tiere in der Kunst. Die Germanistin und Literaturkritikerin Daniela Strigl erörterte dies anhand plakativer Beispiele wie Krambambuli oder Moby Dick. Ihre These lautete: „Die Nähe zum Tier soll in der Literatur oft für ein besseres Menschentum stehen.“ Die Erscheinungsformen animalischer Protagonisten sind dabei mannigfaltig: vom sprechenden Helden bis zum treuen Gefährten. Doch letztlich schob Strigl aller Interpretation einen unverrückbaren Riegel vor: „Was uns das Tier als Lehrmeister über die Welt zu sagen hat, das hat ihm immer sein Autor eingesagt.“ Ebenso vielfältig und vieldeutig sind die Erscheinungsformen von Tieren in der bildnerischen Kunst. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder zeigte im Rahmen seines Vortrages auf, welche Rolle das Tierstilleben in der Malerei seit Dürers berühmtem Feldhasen spielte und immer noch spielt. Ist doch Schröders Albertina Hüterin dieses berühmtesten aller Tierbilder. Die Tiere in der Malerei zum Thema zu machen, hatte mitunter auch Einfluss auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, so Schröder: „Die Grausamkeit der Massentierhaltung wird heute etwa von niemandem so eindrücklich angeklagt wie von Damien Hirst.“ Die Künstler stellen für Schröder in dieser Hinsicht eine Avantgarde dar: „Die Großen der Kunst sahen schon lange vor den modernen Wissenschaftlern etwas im Tier, das wir erst heute verstehen.“

In der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema, die vom Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, Michael Fleischhacker geleitet wurde, waren sich Strigl und Schröder einig: Das Tier in der Kunst ist so wie der Mensch in der Kunst – ein schier unerschöpfliches Thema.

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16. Philosophicum Lech: Eugen Drewermann fordert „neue Ethik im Umgang mit Tieren“

Schon der Auftakt des 16. Philosophicums in Lech am Arlberg bot eine ganze Reihe hochkarätiger Referate und Diskussionen zum diesjährigen Generalthema „Tiere. Der Mensch und seine Natur.“ Bundesminister Karlheinz Töchterle, Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner sowie Philosoph und Gastgeber Konrad Paul Liessmann eröffneten das interdisziplinäre Symposium, bei dem sich von 19. bis 23. September 2012 führende Denker zum Meinungsaustausch treffen. Der unumstrittene Höhepunkt am Donnerstag war die berührende Rede des Theologen und Psychotherapeuten Eugen Drewermann. Sein eindringlicher Appell zu einer neuen Ethik im Umgang mit Tieren, hinterließ das Auditorium tief betroffen.

„Am glücklichsten ist der Mensch, wenn er philosophiert.“ Mit diesem Zitat von Aristoteles eröffnete Karlheinz Töchterle, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, das 16. Philosophicum in Lech am Arlberg. Rund 500 Gäste – allen voran Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner und der Bürgermeister von Lech, Ludwig Muxel – waren mit dabei, als am Donnerstagnachmittag die ersten Referate und Diskussionen in der neuen Pfarrkirche stattfanden. Das renommierte interdisziplinäre Symposium unter der wissenschaftlichen Leitung des Philosophen Konrad Paul Liessmann zählt zu den wichtigsten philosophischen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum. Und schon am ersten Tag wurde das Philosophicum diesem Ruf wieder mehr als gerecht. Einmal mehr wusste Liessmann die Gäste mit seinen Ausführungen zu begeistern. In seiner Eröffnungsansprache brachte er die Fragestellung des diesjährigen Philosophicum auf den Punkt: „Die Ausrottungspolitik auf der einen Seite und die industrielle Tiernutzung auf der anderen Seite gehen nicht nur weiter als bisher, sondern scheinen sich auch noch zu intensivieren. Das Tier, so könnte man sagen, bleibt, gerade in seinem Verschwinden und in seiner erbarmungslosen Reduktion auf seinen Nährwert und Materialstatus, eine einzige Provokation für jenes Tier, das sich von allen anderen Tieren dadurch unterscheidet, dass es sich manchmal kokett als Tier bezeichnet.“

Magna-Impulsforum – Tierschützer vs. Tiernützer

Als Sponsor des Philosophicum lud die Firma Magna am Donnerstagnachmittag zum Impulsforum unter dem Titel „Der Gebrauch der Tiere“, bei dem zwei Welten aufeinanderprallten. Nach dem Eingangsreferat von Magna Europe Präsident Günther Apfalter diskutierten der bekannte Tierschützer Martin Balluch und die Vegetarismus-Autorin Karen Duve auf der einen Seite mit dem Vorstandsvorsitzenden der fleischverarbeitenden Tönnies Unternehmensgruppe, Clemens Tönnies, sowie dem Vorarlberger Wildökologen Hubert Schatz auf der anderen Seite. NZZ-Redakteur Uwe Justus Wenzel führte durch die teils emotionale Diskussion. Wie zu erwarten trafen mit den beiden Lagern unvereinbare Ideologien, was den Umgang mit Tieren betrifft, aufeinander. Während Balluch und Duve von einem neuen Ethikverständnis sprachen, das den Standpunkt der Tiere als gleichwertig miteinbezieht, versuchten Tönnies und Schatz den Gebrauch von Nutztieren in der Wirtschaft zu begründen. Am Ende blieb trotz aller Unvereinbarkeit der Standpunkte die optimistische Vision Balluchs: „Unsere Gesellschaft steckt in einer Entwicklung, die hin zu mehr Tierfreundlichkeit geht.“

„Wir könnten anders als die Tiere sein, zu Gunsten der Tiere“

Unumstrittener Höhepunkt des Eröffnungstages beim 16. Philosophicum in Lech am Arlberg war die ebenso emotionale wie außerordentlich fundierte Rede des Psychotherapeuten und Theologen Eugen Drewermann. Unter dem Titel „Der tödliche Fortschritt oder Wir brauchen eine neue Ethik“ ging Drewermann der Frage nach, warum der Mensch jegliche Fähigkeit zur Empathie gegenüber Tieren verloren zu haben scheint und wie er diese zurückgewinnen könnte. Letzteres sei für ihn klar: „Wir brauchen eine neue Ethik, weil unsere bisherige zu sehr auf den Menschen ausgerichtet war.“ Die Menschheit habe die Natur auf fatale Weise säkularisiert, sie zum reinen Kostenfaktor degradiert, der nur nach den Parametern Gewinn und Verlust gemessen und bewertet wird. Das Göttliche, das der Natur und den Tieren innewohne, sei in der Wahrnehmung des Menschen längst verloren gegangen, weshalb ihm auch jegliche Empathie fehle: „Unsere Logik ist falsch, weil sie nur dem Kapital verpflichtet ist.“ Drewermann ging auch mit dem Christentum hart ins Gericht, dem er ob seines Anthropozentrismus eine Mitschuld am verheerenden Verhältnis zwischen Mensch und Tier gibt: „Die Bibel hat nur dieses anthropozentrische Weltbild. Eine Ethik, die Rücksicht auf die Tiere nehmen würde, findet man in der Bibel nicht.“ Er bemühte in diesem Zusammenhang ein Zitat von Schopenhauer, der sagte: „Die Erde ist für Tiere die Hölle und die Menschen sind ihre Teufel.“ Drewermann illustrierte seine Ausführungen zum Ungleichgewicht im Verhältnis zwischen Mensch und Tier mit zahlreichen aktuellen Beispielen, was die Zuhörer sehr betroffen hinterließ. Letztlich sei die rücksichtlose Ausbeutung der Natur und damit auch der Tiere eine unvermeidbare Folge der kompromisslosen Verwertungslogik des Kapitalismus: „Die Tiere haben keine Chance mehr. Wer heute etwas der Natur schützen will, muss sie kaufen und besitzen. Manche meinen zu Recht: Wir brauchen keine neue Ethik; sondern überhaupt eine Ethik. Der Kapitalismus hat keine Messfühler für Gewissen und Verantwortung.“ Den einzigen Weg aus der Misere sieht Drewermann in einem radikalen Umdenken. Für seine mitreißende und berührende Rede erhielt Drewermann minutenlangen Applaus und Standing Ovations, manche Zuhörer hatten sogar mit den Tränen zu kämpfen.

HAYEK Colloquium Obergurgl 2012:

Am vergangenen Freitag stand das HAYEK Colloquium Obergurgl ganz im Zeichen der Finanzwirtschaft. Der Vorstandsvorsitzende der Bank Austria, Willibald Cernko, und der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, Wilhelm Molterer, stießen dabei mit ihren Vorträgen auf wenig Gegenliebe seitens der versammelten liberalen Wirtschaftswissenschaftler der Hayek-Gesellschaft. Beim abendlichen Bank Austria-Empfang auf der Hohe Mut Alm hinterließ der Chefökonom des Geldinstitutes, Stefan Bruckbauer, mit einem geradezu flammenden Plädoyer für Europa bleibenden Eindruck.

Nach dem, witterungsbedingt, kühlen Beginn am Donnerstag erlebte das HAYEK Colloquium Obergurgl 2012 am Freitag erneut hitzige Debatten zur aktuellen Wirtschaftslage. Die Gastreferenten des Tages kamen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bank Austria, Willibald Cernko, und dem Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB), Wilhelm Molterer, aus dem Bereich der Finanzwirtschaft. Molterer analysierte in seinem Vortrag die Gründe für Finanz- und Wirtschaftskrise und stellte klar, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz das Modell Europa mit seiner Gemeinschaftswährung für ihn nicht anzuzweifeln seien: „Wir haben es mit einer systemischen Krise zu tun. Das ist keineswegs eine Krise, die kurzfristig ist, sondern eine längerfristige Perspektive der Schwierigkeit. Und es ist auf jeden Fall klar, dass die Rückkehr zum Status quo ante, keine Alternative ist. Daher müssen die Antworten auf die Krise systematisch sein.“ Diese Antworten glaubt der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister in einer weiteren Stärkung der EU erkannt zu haben. Molterer trat dafür ein, die Fiskalunion weiter zu stärken und gleichzeitig die Steuerhoheit der Mitgliedstaaten weiter einzuschränken. Der europäische Binnenmarkt stehe für ihn nicht zur Diskussion, so Molterer. Im Gegenteil: Der EIB-Vizepräsident forderte ein europäisches Pendant zum Welt-Währungsfond, eine Stärkung der Zentralbank nach Vorbild der US-Notenbank und er verteidigte den aktuellen Kurs der EU-Kommission. Für die versammelten wirtschaftsliberalen Denker der Friedrich A. v. Hayek-Gesellschaft Berlin waren Molterers Ausführungen ein rotes Tuch, repräsentierte er doch genau jene Europäische Politik, die ihren Prinzipien von Freiheit und freiem Markt diametral entgegensetzt ist.

Cernko warnt vor „Regulierungstsunami“

Auch der nächste Redner, Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko, stieß mit seinen Ausführungen auf wenig Verständnis bei den Hayek-Anhängern. Seine Warnung vor einem drohenden „Regulierungstsunami“ seitens der Finanzmarktaufsicht war zwar noch ganz im Sinne der Liberalen. Cernko wies in Zusammenhang mit der zunehmenden Regulierung des Finanzmarktes mahnend darauf hin, dass das Risiko bei Anlagegeschäften nicht allein den Banken aufgebürdet werden könne, sondern auch für Anleger eine gewisse Eigenverantwortung bestehe. Doch sein Plan, wie man in der Finanzbranche durch die Bankenunion wieder Vertrauen aufbauen könne, stieß auf Ablehnung. Cernko fordert in zeitlich aufeinander folgendem Ablauf eine einheitliche Finanzmarktaufsicht und gleiche Spielregeln für alle in der EU. Dann müsse man den Mut aufbringen, auch nicht funktionierende Elemente, die keinen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen, aufzugeben und zu entfernen. Und schließlich müsse man für die Einlagensicherung sorgen. Wobei er selbst einschränkte: „Dieses Thema werden wir erst in Jahren diskutieren. Es heute schon zu thematisieren, ist an den Haaren herbeigezogen.“ Und Cernko forderte weniger Emotionalität in der Debatte um die Rolle der Banken: „Es muss auch klar sein, dass Banken das Recht haben, nach Gewinnen zu streben.“ Wobei er ebenfalls klarstellte, dass Banken als unverzichtbarer Teil unseres Wirtschaftssystems eine Aufgabe zu erfüllen haben: „Banken tragen Verantwortung im marktwirtschaftlichen System – dazu stehe ich als Vorsitzender einer führenden Bank.“ Ins selbe Horn wie die beiden Referenten des Nachmittages stieß der Tischredner beim abendlichen Empfang auf der Hohe Mut Alm, Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Er legte sogar noch ein Scherflein nach und hielt ein flammendes Plädoyer für die Idee des vereinten Europas und die Währungsunion. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen beweise, so der Tenor von Bruckbauers Rede, dass die EU letztlich sehr solide durch die Krise steuert: „Wir sehen also, der Maastricht-Vertrag hat sehr wohl funktioniert.“ Das größte Manko Europas verortet auch Bruckbauer im Fehlen einer starken Zentralbank.

Denkplatz Obergurgl wurde erfolgreich wiederbelebt

Wie schon am Eröffnungstag sorgten die Reden der Referenten für viel Diskussionsstoff unter den Colloquiums-Teilnehmern. Einig war man sich jedoch darin, dass angesichts der hochkarätigen Gäste, wie dem tschechischen Staatsoberhaupt Václav Klaus, dem Medienphilosophen Norbert Bolz oder den bereits genannten Finanzexperten Molterer und Cernko, die Wiederbelebung des Denkplatzes Obergurgl im Sinne von Friedrich August von Hayek gelungen ist. Klaus Schredelseker von der Universität Innsbruck, die im kommenden Jahr zusammen mit dem Management Center Innsbruck als inhaltlicher Partner neben der Hayek-Gesellschaft einsteigen will, attestiert der Veranstaltung eine große Zukunft: „Wobei wir inhaltlich etwas mehr von der Person Hayeks abrücken und der gesamten österreichischen Schule der Nationalökonomie mehr Raum zuerkennen sollten.“ Für den Gastgeber des HAYEK Colloquiums, Lukas Scheiber vom Hotel „Edelweiss & Gurgl“, ist der Fortbestand der Veranstaltung ebenfalls gesichert: „Ich darf bereits den Termin für das HAYEK Colloquium Obergurgl 2013 bekanntgeben, das von 12. bis 14. September wieder hier im Ötztal stattfinden wird.“

TMI 2012 in der Olympiaregion Seefeld: Alpiner Tourismus als Labor für nachhaltige Mobilität

Große Resonanz fand die Premiere des neuen interdisziplinären Gipfeltreffens „TMI – Tourism meets Industry“ in der Olympiaregion Seefeld. Im Rahmen der Prologveranstaltung, die federführend von den Partnern Seefeld – Best oft the Alps, BMW und der Standortagentur Tirol initiiert wurde, diskutierte eine hochkarätige Expertenrunde die Zukunft nachhaltiger Mobilitätskonzepte im Alpentourismus. Mit der Präsentation einer iSKI App für BMW-Online, einem Modellprojekt für Elektromobilität in den Alpen, und einem brandneuen DriveNow-Angebot für die kommende Wintersaison wurden seitens BMW in Seefeld innovative Mobilitätsdienstleistungen für den alpinen Ferientourismus vorgestellt.

TMI 2012 in der Olympiaregion Seefeld

Für die Initiatoren Markus Tschoner, GF der Olympiaregion Seefeld & Präsident von Best of the Alps – dem Marketingverbund von zwölf weltberühmten Tourismusdestinationen der Alpenregion, und Harald Gohm, GF der Standortagentur Tirol, ist die neue Initiative ein Gebot der Stunde: „Von der noch stärkeren Vernetzung von Tourismus, Technologie, Industrie, Gesundheit und Lifestyle können alle Partner profitieren. Zu sehr verändern sich gesellschaftliche Werte im digitalen Zeitalter, verschmelzen vormals strikt getrennte Arbeits- und Freizeitbereiche zu einheitlichen Lebenswelten, müssen komplementäre Wirtschaftsbereiche gemeinsame Wettbewerbsstrategien im Markt entwickeln. Deshalb wollen wir mit dieser Initiative ein Forum schaffen, in dem der Gedankenaustausch aber auch konkrete Kooperationen zwischen exklusiven Partnern angeregt werden!“ Mit dem neuen Format „TMI – Tourism meets Industry“ sollen diesen Symbiosen in Form einer jährlichen Veranstaltung Raum gegeben.

Der diesjährige Prolog stand thematisch ganz im Zeichen nachhaltig orientierter Mobilitätskonzepte. Im Wissen, dass der Großteil der Urlauber nach wie vor mit dem eigenen Auto in die Berge anreist, sind innovative automobile Zukunftsszenarien vor dem Hintergrund nachhaltiger, umweltorientierter, gesellschaftlicher Trends gefragt.

Gerade der alpine Tourismus könne mit seinen Angeboten und seinen natürlichen Ressourcen perfekt die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit abdecken, erklärte etwa der führende deutsche Trendforscher Peter Wippermann. Natur sei ein Wert geworden, ein Rückzugsort mit viel Konjunktur in einer unübersichtlichen Überforderungswelt. Alpine Destinationen, die in Kooperation mit anderen Partnern glaubwürdig Modelle für nachhaltige Mobilität schaffen, könnten ebenso nachhaltige Wettbewerbsvorteile lukrieren.

Alpine Mobilitätsavantgarde

Der ehemalige Swarovski-Manager und Tourismusvisionär Andreas Braun rief in diesem Kontext die alpinen Touristiker dazu auf Mobilitätsavantgarde zu werden. „Denn künftige Gäste wollen ganz andere Fakten – etwa ökologische Kennzahlen – über eine Region wissen als bisher gewohnt.“

Einig zeigte sich das Podium, dass gerade der alpine Tourismus zu einem Labor für nachhaltige Mobilität werden könnte. Denn gerade im Urlaub seien die Menschen für neue Mobilitätslösungen – etwa E-Mobilität – aufgeschlossen, vorausgesetzt die vor Ort lebenden Menschen würden diese ebenfalls konsequent nützen.

Peter Post, GF der führenden deutschen Multimediaagentur Scholz & Volkmer, betonte die Veränderungsbereitschaft der Kunden. Gerade junge Menschen hätten im Bezug auf Autos viel weniger Besitz- und Statusdenken. Alternative Dienstleistungen würden den Trend zu individueller Mobilität rasch verstärken.

Andreas-Christoph Hofmann, Leiter der BMW Markenkommunikation, bestätigte diese Entwicklungen: „Junge Menschen ändern ihr ‚Mindset‘, ihre Denkweise – wir bewegen uns auf sie zu und bieten neue Mobilitätslösungen mit nachhaltigem Charakter an. Für uns ist klar, dass wir mit BMW i die Speerspitze der Entwicklung im Bereich Elektromobilität sein wollen.“

Ähnlich argumentiert der Verkehrsexperte Markus Mailer von der Universität Innsbruck. Nicht zuletzt aufgrund der beschränkten Raumkapazitäten, permanenter Staus und der steigenden Kosten verliere das Auto in den urbanen Ballungsräumen an Bedeutung. Gerade für die Stadtflucht und die kurzfristige Reise in den Alpenraum hätten jetzt auch im Naherholungstourismus Car Sharing Modelle eine Chance.

Vernetzte Kommunikation ist die neue Mobilität

Die digitale Vernetzung sei jedenfalls eine große Chance auch für neue nachhaltige Formen des Reisens, so die Experten. Kommunikation ist die neue Mobilität und die immer intelligentere Kommunikationsinfrastruktur werde auch neue Formen der multioptionalen Mobilität fördern. Wenn die Transparenz steigt wann ich wo mit welchem Verkehrsmittel unter neuen Gesichtspunkten wie sicher, bequem, leistbar, nachhaltig und geselllschaftlich akzeptiert mein Ziel erreiche, dann steigt auch die Bereitschaft alternative Modelle zu nützen, so die Experten.

Die spannende Diskussion zum Prolog von „Tourism meets Industry“ in einem Zelt direkt im Ortszentrum von Seefeld löste beim ausgewählt eingeladenen rund 80-köpfigen Publikum viel Resonanz aus. Neben den ehemaligen deutschen Skistars Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, die extra von Garmisch Partenkirchen mit einem Mini E angereist kamen, zeigten sich u.a. auch Seefelds Toptouristiker Fritz Kaltschmid, Vertreter der größten Hoteliersfamilie Österreichs, Seefelds Bürgermeister Werner Frießer, Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung, Stefan Isser, GF der Swarovski Tourism Service GmbH und Josef Schirgi, Präsident des Bundesverbandes der österreichischen Tourismusmanager, von der Veranstaltung begeistert.

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Die folgenden Mobilitätsdienstleistungen für den alpinen Tourismus wurden im Rahmen von „TMI – Tourism meets Industry“ seitens Andreas-Christoph Hofmann, Leiter BMW Markenkommunikation, im Detail vorgestellt:

BMW iSKI App – schon vor der Abfahrt wissen, wo der beste Schnee liegt.
BMW ConnectedDrive setzt seit Jahren Maßstäbe im Bereich automobiler Vernetzung und steht für zukunftsorientierte Konzepte und Technologien im Fahrzeug mit maximalem Kundennutzen. Unter dem Begriff ConnectedDrive vereint die BMW Group einzigartige innovative Funktionen, die Fahrer, Fahrzeug und Umwelt intelligent miteinander vernetzen. Sie erhöhen den Komfort, machen Infotainment in einer neuen Dimension erlebbar und steigern außerdem die Sicherheit in den Fahrzeugen der BMW Group signifikant. Mit dem BMW Online Portal verfügt der Fahrer über individuelle und internetbasierte Dienste im Fahrzeug.
Schon vor Abfahrt wissen, wo der beste Schnee liegt – die Einführung der neuen iSKI App liefert einen echten Mehrwert für Wintersportfans. BMW Online und BMW Live bringen rechtzeitig zur Skisaison 2012/13 alle wichtigen Informationen zum perfekten Skiurlaub in jeden BMW: Webcams liefern Echtzeitbilder von der Skipiste. Weitere Informationen zum Wetter, Neuschnee, geöffneten Liften, Hotels, Restaurants und Skiverleih werden selbstverständlich mitgeliefert.

Der MINI E im touristischen Umfeld.
Die Bayerische Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Bayern zum Leitmarkt und zum Leitanbieter für Elektromobilität zu machen. In der Modellkommune Garmisch Partenkirchen genannt „eGAP“, die nach München, Bad Neustadt an der Saale und dem Bayerischen Wald die vierte Modellregion Elektromobilität in Bayern darstellt, soll ein ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt werden. Zukünftige Herausforderungen werden modellhaft gelöst und die dazu notwendigen innovativen Technologien werden auf ihre Funktionalität, Alltagstauglichkeit und Nutzerattraktivität geprüft.
Die BMW Group unterstützt dieses Vorhaben und stellt in Garmisch-Patenkirchen in einem eigenen Forschungsprojekt sechs MINI E zur touristischen Kurzzeitvermietung zur Verfügung. Gemeinsam mit der Universität Passau wird die Anwendung von Elektromobilität im Tourismus untersucht. Die Erkenntnisse des Versuchs fließen zudem in die nachhaltigen Mobilitätskonzepte von BMW i ein.
Der MINI E wird zu 100% elektrisch betrieben und unterscheidet sich damit von Hybridantrieben. Dank des Elektromotors, der sein maximales Drehmoment beinahe sofort erreicht, ist die Beschleunigung im MINI E unglaublich schnell, leise und sanft.

„Drive & Ski” – Das DriveNow Angebot für die kommende Wintersaison
Die BMW Group ist nicht nur Hersteller von Premiumautomobilen, sondern entwickelt auch Angebote für den zunehmenden Bedarf an flexiblen Mobilitätslösungen im urbanen Umfeld. DriveNow, das Carsharing-Angebot von BMW i, MINI und der Sixt AG, ist das erste Car Sharing Konzept das konsequent auf effiziente Premiumfahrzeuge sowie umfassenden Service setzt. Die Fahrzeuge lassen sich spontan überall dort anmieten und abstellen, wo Kunden sie benötigen.
DriveNow kooperiert für die kommende Wintersaison mit der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG und bietet Wintersportlern ein ganz besonderes Angebot. Das „Drive & Ski“ Angebot beinhaltet das 9-Stunden-Paket mit 200 Freikilometern und eine 10 Prozent-Ermäßigung auf den Tagesskipass für das Skigebiet Garmisch Classic. Der Kraftstoff ist wie bei allen DriveNow Angeboten inklusive. Gegen Vorlage des Führerscheins mit der DriveNow ID, erhält der Nutzer an der Kasse der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG den ermäßigten Tagesskipass.

NCM BewertungsAssistent liefert ab sofort Bewertungen auf HolidayCheck

Erstmals in Österreich können intern generierte Bewertungen direkt auf HolidayCheck, dem größten unabhängigen Urlaubsportal, übernommen werden. Möglich macht dies die Integration im BewertungsAssistent von ncm.

ncm.at

Mit dem BewertungsAssistent hat ncm ein für Gäste wie Unternehmer gleichermaßen komfortables Bewertungstool geschaffen: Anhand von nur 3 Fragen werden Online-Bewertungen generiert. 3 Fragen beantwortet der Gast gerne – und so freuen sich die Betriebe über eine Rücklaufquote von über 50%. Jetzt folgt der nächste Schritt: Ab sofort können die Bewertungen direkt auf HolidayCheck, dem größten unabhängigen Urlaubsportal, veröffentlicht werden. Es besteht zudem die Möglichkeit für die Gäste über den BewertungsAssistent die Bewertung an HolidayCheck zu übermitteln.

Authentische Bewertungen „gleichgesinnter“ Gäste sind in zunehmendem Maße buchungsentscheidend. Die optimale Präsenz auf Bewertungsportalen ist für erfolgreiche Hotels so inzwischen ein Muss, um neue Gäste ansprechen zu können. Diente der BewertungsAssistent bislang hauptsächlich zur internen Qualitätssicherung, verhilft er ab sofort dem Unternehmer zusätzlich zu Bewertungen auf HolidayCheck: Mit der Integration des HolidayCheck-Fragebogens in den BewertungsAssistenten stellt die Salzburger Internetagentur ncm ihre Innovationskraft einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis: Die generierten Bewertungen werden auf dem wichtigsten deutschsprachigen Bewertungsportal veröffentlicht – ohne Aufwand für den Gast oder den Hotelier.
„Die über den BewertungsAssistent generierten Bewertungen stammen ausschließlich von Gästen, die das Hotel auch wirklich besucht haben.”, hebt Michael Mrazek, Inhaber und Geschäftsführer der ncm.at, hervor: “Die Integration der HolidayCheck-Hotelbewertung ist für uns ein wichtiger Schritt, um es Hoteliers zu ermöglichen, die generierten Gästebewertungen ohne Aufwand im Netz zu multiplizieren, um so neue Gäste zu erreichen.“
Auch Georg Ziegler von HolidayCheck freut sich über die Zusammenarbeit: “Die Zusammenarbeit mit ncm.at bietet Hotels einen zielsicheren Weg, die Präsenz bei HolidayCheck mit aktuellen Gästemeinungen zu verstärken und somit die Auffindbarkeit des eigenen Angebotes im Netz zu verbessern bzw. das Interesse und Vertrauen potenzieller Gäste zu gewinnen.“

Große Resonanz fand die Jane Goodall Gala im Kitzbühel Country Club

Auf Initiative von Kitzbühel Country Initiator Richard Hauser beehrte die weltweit bekannte Schimpansenforscherin, Dr. Jane Goodall, 3 Tage lang das Tiroler Unterland. Goodall, die von der Fachzeitschrift „New Scientist“ zu den zehn bedeutendsten Wissenschaftlerinnen aller Zeiten gewählt wurde, ist UN-Friedensbotschafterin und gilt als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten unserer Zeit. In einem Festzelt direkt vor dem derzeit in Reith bei Kitzbühel entstehenden Kitzbühel Country Club organisierte Hauser zu Ehren von Goodall eine Benefizgala mit zahlreichen prominenten Festgästen, darunter auch der ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler. Am Ende des Abends konnte Hauser – dank der gelungenen Versteigerungen sowie der zahlreichen Spenden – einen Scheck über € 70.000,- an das Jane Goodall Institut-Austria überreichen.

Mit der Gala im Zeichen von Mensch, Tier und Natur rückt Hauser die gemeinsamen Anliegen öffentlichkeitswirksam ins Rampenlicht und zeigt sich mit Goodall einig: „Jeder von uns kann etwas verändern. Jeden Tag können wir aufs Neue entscheiden, welchen Einfluss wir auf unsere Welt ausüben möchten.“

Eine Kooperation im Zeichen der Nachhaltigkeit

Kern und Antriebsfeder dieser langfristig angelegten Partnerschaft zwischen dem Kitzbühel Country Club und dem Jane Goodall Institut-Austria ist die inhaltliche Übereinstimmung der Förderung einer lebenswerten Umwelt für uns alle. Schimpansenforscherin und UN-Friedensbotschafterin Dr. Jane Goodall und ihre 28 Institute auf der ganzen Welt setzen dies mit Projekten für Mensch, Tier und Natur im Sinne eines ganzheitlichen Artenschutzes erfolgreich um. Im Fokus stehen dabei stets Hilfe zur Selbsthilfe und Regionalität.

Richard Hauser, Gründer des Kitzbühel Country Club, ist sich der regionalen Schönheit und Besonderheit seiner Heimat bewusst und knüpft daran an. Sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit spiegelt sich im gestaltungsphilosophischen Konzept des KCC wider: architektonisch steht der Club im Zeichen der Rückbesinnung zu neuer Bescheidenheit und Klarheit. Statt Allerwelts-Architektur setzt Hauser auf Tradition, zeitgemäß interpretiert, regionale Baumaterialien und eine eigene Landwirtschaft, die allen Clubmitgliedern zugänglich ist. Alpines trifft auf Urban-Internationales.

Höhepunkt des Gala-Abends im Festzelt vor dem Kitzbühel Country Club war die Rede von Jane Goodall, in der Sie die Welt aus Ihrer Sicht beschrieb.

Einsatz für Artenvielfalt erlebbar machen

„Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geborgt. Was man sich ausgeborgt hat, gibt man jedoch zurück. Wir hingegen stehlen“, kritisiert Jane Goodall den Umgang mit natürlichen Ressourcen. Auch für Richard Hauser wirft der Umgang mit der Natur schon längst Fragen auf. Beide stimmen überein, dass Massentourismus und Massenproduktion nicht zu mehr Wohlstand oder Lebensqualität führen.

Gemeinsam wollen sie daher auf die Bedeutung des respektvollen Umgangs mit Mensch, Tier und Umwelt aufmerksam machen. Dazu haben die Partner ein umfangreiches Kooperationsprogramm entwickelt, dass regionales Bewusstsein für den Artenschutz weckt, interaktive Elemente für vernetztes Denken und Umweltbildung beinhaltet und eine Vorzeige-Aktion für Weltbürgerkunde mit der Möglichkeit zur praktischen Tat ist. Und so wie Jane Goodall junge Menschen am Herzen liegen, nimmt sich auch der Kitzbühel Country Club ganz speziell der Kinder an. Daher war für die Partner klar, dass auch mit dem Kinder-und Jugendprogramm „Roots&Shoots“ des JGI-A Initiativen gesetzt werden sollen. Der offizielle Startschuss der auf fünf Jahre angelegten Zusammenarbeit wurde im Rahmen der Benefiz-Gala gesetzt.

Eine Gala im Zeichen von Mensch, Tier und Natur

Richard Hauser und Jane Goodall zeigten sich bei der Gala einig: „Jeder Einzelne von uns kann etwas verändern. Jeden Tag können wir aufs Neue entscheiden welchen Einfluss wir auf unsere Welt ausüben möchten“.

Begeistert von der Persönlichkeit Goodalls aber auch von der Initiative von Richard Hauser zeigten sich an diesem Abend viele bekannte Persönlichkeiten, darunter die Gesangstars James Cottrial und Patrick Lindner, der Oscar-Preisträger, Filmproduzent Quirin Berg („Das Leben der Anderen“), Felix Gottwald, Manfred Baumann sowie Ali Rahimi. Der Reinerlös des Abends kommt einem Aufforstungsprojekt und einem Bildungsprojekt des JGI-A zu Gute.

Eine bessere Zukunft für ein landloses Naturvolk

Das Bildungsprojekt, für das Jane Goodall bei der Gala Spenden sammelt, kommt den Batwa Pygmäen zu Gute. Dieses Naturvolk – insgesamt 6.700 Menschen – wurde mit Waffengewalt aus seiner natürlichen Umgebung vertrieben. Jetzt leben die Menschen als land- und rechtlose Almosenbezieher. Ihre Lebenserwartung liegt bei nur 28 Jahren. Ihr größter Wunsch ist, dass es ihren Kindern einmal besser geht. Das JGI-A schenkt den Menschen durch ein umfangreiches Bildungsprogramm bestehend aus dem Bau einer Schule, einem Wassertank, Nahrungsmitteln, Kleidung und Schuluniformen diese Hoffnung. Mit dem Erlös der Gala soll ein Stück Land erworben werden, dass es den Batwas ermöglicht selbst Landwirtschaft zu betreiben und so langfristig Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Der „Jane Goodall Partnerwald“: Symbol für ein Aufforstungsprojekt

Im Rahmen des Besuchs von Jane Goodall übergab Richard Hauser auch einen Partnerwald. Der Jane Goodall Partnerwald – ein 1 Hektar großer und 10 Jahre alter Jungwald aus Fichten, Tannen, Ahorn, Buchen und Zirben am Oberegg in Reith – wurde von Richard Hauser zur Verfügung gestellt. Der Wald, für den Felix Gottwald die Patenschaft übernommen hat, soll den Einsatz für Artenvielfalt erlebbar machen – in Österreich und Afrika. Als Partnerwald mit „Blick nach Uganda“ verweist er auf ein Aufforstungsprojekt des JGI-A in Hoima/Uganda. Nur durch Spendengelder – wie Jane Goodall beim Besuch des Partnerwaldes am Vormittag des 31.8. verdeutlichte – können in Uganda in den nächsten Jahren rund 400.000 Bäume gepflanzt werden.

Das Aufforstungsprojekt ist gleichzeitig Hoffnungsträger für Mensch und Tier: Eine Community von rund 10.000 Menschen ist in das Projekt eingebunden und erhält durch Bildungsprogramme, Gesundheitsinitiativen und Entwicklungshilfe eine Zukunftsperspektive. Ein Rettungsanker ist der „Waldkorridor“ auch für zahlreiche vom Aussterben bedrohten Tiere, darunter die Schimpansen: Nur wenn durch die Pflanzungen einzelne Waldinseln wieder miteinander verbunden werden, können unsere nächsten Verwandten langfristig überleben. Werden keine Maßnahmen gesetzt, gibt es in 12,5 Jahren keine freilebenden Schimpansen mehr.

Ein „Österreichwald“ für eine Hand voll Euro

Während der Jane Goodall Partnerwald am Oberegg vor allem Symbolkraft hat und mit einem Lehrpfad der alle Sinne anspricht zur Tat einlädt, geht der KCC bereits einen Schritt weiter: Jedes Neumitglied sponsert eine Baumpatenschaft für das Aufforstungsprojekt des JGI-A. Mit nur 6 Euro unterstützt jede/r BaumpatIn den Ankauf von Samen, die Aufzucht und Pflege der Setzlinge, die Aufforstung sowie faire Löhne für ArbeiterInnen und Bildung für Kinder. Langfristig soll so in Uganda ein „Österreichwald“ entstehen.

Eine umfangreiche Partnerschaft

Die Gala, der Jane Goodall Partnerwald und die Baumpatenschaften sind Teile eines umfangreichen Kooperationsprogramms von KCC und JGI-A. Auch in Zukunft plant Richard Hauser die Projekte von Jane Goodall mit Charity-Events zu unterstützen. Zudem werden die Partner exklusive Reisen nach Uganda und Tansania auf den Spuren Jane Goodalls anbieten, den „Gombe Grand Cru“ einen exklusiven, fair produzierten Kaffee von Dallmayr im KCC ausschenken und jedem Kind nach dem Besuch im KCC das Kinderbuch „Jane’s Traum – vom Dschungel und den Tieren“ überreichen. Die gesammten Spenden fließen in die Projekte des JGI-A und in Jane Goodalls Kinder- und Jugendprogramm „Roots & Shoots“.