Millionen Nichtskifahrer möchten Skifahren lernen!

Im Rahmen des 19. INTERSKI-Kongresses in St. Anton am Arlberg wurde ein höchst interessantes Projekt vorgestellt. Internationale Journalisten, die noch nie auf Skiern unterwegs waren, wagten den Eigenversuch, ob es möglich ist, in nur drei Tagen so Skifahren zu lernen, dass man auf leichten Pisten mit sehr viel Freude unterwegs ist.

Internationales Skierlebnis für Tiroler und Vorarlberger Schüler

Im Rahmen des INTERSKI-Kongresses stellen sich traditionell die Kongressteilnehmer auch in den Dienst einer guten Sachen. Im Rahmen der INTERSKI-Skischule werden Jugendliche aus dem jeweiligen Austragungsland unterrichtet.

Hatte diese Aktion beim Kongress 2007 in Korea den Sinn, einheimische Kinder zum ersten Mal zum Schneesport zu bringen, so setzte sich die INTERSKI-Skischule in St. Anton am Arlberg ein neues Ziel. Die Schneesportlehrer aus aller Welt wollen Jugendlichen aus Tirol und Vorarlberg einen sensationellen Tag im Schnee bieten, um gerade das Thema Emotion im Wintersport zu vermitteln. Ein zweites Ziel war es, den Tiroler und Vorarlberger Kinder auch einen internationalen Ausblick auf den Wintersport zu geben. Deshalb wurde bei vielen Klassen – auch auf Wunsch der Schüler – der Unterricht in englischer Sprache abgehalten. Verantwortlich für die INTERSKI-Skischule sind in St. Anton am Arlberg die beiden INTERSKI-Präsidiumsmitglieder Kjell Ruder und Klas Åstrand. „Das schönste Ergebnis ist es, wenn die Kinder am Ende des Tages mit einem Lächeln im Gesicht die INTERSKI Skischule verlassen“, erklärt Klas Åstrand am Rand des Skischulkurses. Und das ist den rund fünfzehn Schneesportlehrern, die sich in St. Anton täglich um rund 80 Tiroler und Vorarlberger Kinder kümmern, bestens gelungen!

INTERSKI-Kongress 2011: Kernbotschaft des Tages – SCHNEESPORT IN DER LEBENSSPANNE

Schneesport bedeutet Bewegung, Spaß und Erholung für Menschen jeder Altersgruppe. Schneesportlehrer setzen sich weltweit dafür ein, dass Menschen jeden Alters die Faszination Winter erleben. Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit sind die Förderung der Jugend und der Wiedereinsteiger in höherem Alter.

Montag – Kernbotschaft des Tages – SCHNEESPORT UND EMOTION

Schneesport ist ein einzigartiges Naturerlebnis. Emotion im Winter bedeutet das Erleben von Berg, Kälte, Schnee und Natur in Verbindung mit gesunder Bewegung. Schneesportlehrer auf der ganzen Welt vermitteln, dass Emotion im Schneesport das direkte Erleben winterlicher Natur bedeutet.

Starker Auftakt zum 19. INTERSKI Kongress in St. Anton am Arlberg

Zwei hochkarätige Vorträge umrissen ein wichtiges Kernthema des diesjährigen Kongresses: Schneesport ist ein einzigartiges Naturerlebnis für Menschen jeder Altersgruppe und hat Potenzial für die Zukunft.

„Schnee ist das Jahrhundertglück, das Gold der Berge, aber ohne Emotion funktioniert weder der Schneesport noch der Wintertourismus“, lautete das Resümee des Vortrags von Prof. Mag. Hubert J. Siller, Leiter der touristischen Studiengänge am Management Center Innsbruck. Siller präsentierte bei der Auftaktveranstaltung zum 19. INTERSKI Kongress in St. Anton am Arlberg seine Thesen zur Zukunft von Schneesport und Wintertourismus. Unter dem provokanten Titel „Eine Symbiose ohne Zukunft?“ skizzierte er die großen Herausforderungen, die auf Wintersport-Destinationen in aller Welt zukommen. Zum einen müsse sich der Schneesport auf extremere Wetterereignisse einstellen, was sich auf Planung, Organisation und Logistik auswirkt. Zum zweiten sieht Siller eine stark rückläufige Winter-Affinität quer durch alle Zielgruppen, was die Rahmenbedingungen für den Schneesport erschwert. „Hier sind Emotion und neue Produkte gefragt“, so Siller, „und wir brauchen ein emotionales und vor allem bequemes Produkt, mit dem wir vor allem auch Frauen sowie die ältere Generation ansprechen können.“ Zum dritten wird die Frage der Erreichbarkeit, der Lenkung der Verkehrsströme für den Erfolg von Wintersportdestinationen immer wichtiger.