Tourismusstimme der Woche: Stefan Isser

WIEDERERÖFFNUNG DER SWAROVSKI KRISTALLWELTEN
Eine der erfolgreichsten Sehenswürdigkeiten Österreichs soll laut Geschäftsführer Stefan Isser ab 30. April 2015 noch mehr Besucher anziehen.

Größer, an Wunderwelten reicher und noch faszinierender: Am 30. April 2015 werden die Swarovski Kristallwelten in Wattens/Tirol nach umfassenden Erweiterungsarbeiten wiedereröffnet. Damit wird nicht nur der 20. Geburtstag des funkelnden Tiroler Besuchermagneten gefeiert, sondern auch eine neue touristische Ära eingeläutet. Der bisher jährlich durchschnittlich 600.000 Besucher zählende Gästestrom soll deutlich angehoben und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf vier Stunden verdoppelt werden. Die weltweite Begeisterung für die einzigartige Erlebnisdestination spiegelt sich in der aktuellen Besucherstatistik wider: Menschen aus 60 Nationen besuchen die Swarovski Kristallwelten. Künftig sollen dieser Nationenmix noch einmal deutlich erweitert und Märkte wie Indonesien, Vietnam, die Philippinen oder Mexiko erschlossen werden. Zuletzt präsentierten sich die Swarovski Kristallwelten mit ihren neuen Angeboten auf der ITB in Berlin, wo eine aktuelle „Tourismusstimme der Woche“ mit Geschäftsführer Stefan Isser aufgezeichnet wurde.

Tourismusstimme der Woche: Erich Liegl / Kohl & Partner

PREISDUMPING IST KEINE LÖSUNG
Gerade in der heimischen Ferienhotellerie versuchen Hoteliers in der Nebensaison, die schwächere Auslastung durch stark reduzierte Preise zu bekämpfen. Dies ist insofern fatal, als nach der Senkung eines hart erwirtschafteten Preises dieser nur mehr schwer nach oben gebracht werden kann. Erich Liegl von Kohl & Partner weiß, was man tun kann, um die Nebensaison zu beleben.

„Wenn Mitbewerber nur über den Preis argumentieren, darf man auf keinen Fall mitziehen“, bringt Erich Liegl, Geschäftsführer Kohl & Partner Österreich seine wichtigste Botschaft für die Qualitätshotellerie auf den Punkt. Vielmehr gilt es die eigene Leistung eingehend zu studieren und die Stärken in den Vordergrund zu stellen. Gerade in der Nebensaison müssen bestehende Produkte auf andere Motive und Zielgruppen abgestimmt werden. „Fakt ist, dass unsere Gäste für ihren Urlaub das selbe Zeit-Budget wie vor 20 Jahren haben – dieses aber ganz anders nützen als in der Vergangenheit: Sie urlauben damit öfter und kürzer – und darauf müssen wir im Tourismus eingehen“, erklärt Liegl, „mit einer saisonal befristeten Umstellung von Familien- auf Wanderurlaube, mit einem speziellen Angebot an Radtouren oder Wellnesskurzaufenthalten, kann diesem Trend gut begegnet werden“.

Gäste entscheiden kurzfristiger
Der Trend zu Kurzurlauben, so Erich Liegl, hat mittlerweile auch auf die Winterurlaube übergegriffen. Immer öfter ist zu beobachten, dass die Gäste mehrfach über ein verlängertes Wochenende zum Skifahren nach Österreich kommen. Dabei fällt auf, dass sich die Gäste oft verschiedene Destinationen aussuchen und häufig nach dem Wetter entscheiden, wohin ihre Reise gehen wird. Dazu Erich Liegl: „Ein Hotel könnte sich dies auch zu Nutze machen und seine Angebots- und Kommunikationspolitik kurzfristig an die Wetterlage anpassen, um eine größtmögliche Auslastung zu erreichen. Zwar gibt es noch die klassischen Skiwochen, doch diese hängen von den Märkten und den Ferienzeiten ab und sind vorwiegend im Einzugsbereich der Wintertourismusorte zu finden.“ Diese Änderung im Gästeverhalten stellt vor allem die kleineren Häuser der 2 – 3-Sterne-Kategorie vor völlig neue Herausforderungen, wenn es gilt, gerade in der Nebensaison wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum einen unterliegen sie einem starken Preisdruck, zum anderen ist ihre Konkurrenz im 4-Sterne-Bereich häufig wesentlich besser ausgestattet. Erich Liegl empfiehlt, sich diesem Druck von zwei Seiten nicht mit Preisnachlässen zu beugen oder gar mit einer Aufstockung der Hardware (z.B. Wellnessanlagen) zu reagieren. „Hier ist die Unternehmerfamilie gefragt, sie muss auf Individualität und emotionale Bindungen setzen und sich gerade in der Nebensaison verstärkt in der Betreuung der Gäste persönlich einbringen“, so Liegls Resumée.

Tourismusstimme der Woche: Gerhard Walter – neuer TVB-Chef von Kitzbühel

Mit Gerhard Walter übernimmt einer der erfahrensten österreichischen Touristiker mit 1. Oktober 2013 die Geschäftsführung des Tourismusverbandes in der Gamsstadt. Gerhard Walter, der zuletzt als GF der Tourismus-Sparte innerhalb der VERBUND AG in Wien tätig war, zeichnete bereits als Direktor der Lech Zürs Tourismus GmbH sechs Jahre für eine bekannte alpine Marke verantwortlich. In der Tourismusstimme der Woche nimmt er zur neuen beruflichen Herausforderung Stellung und skizziert seine Ziele.

Tourismusstimme der Woche: Manfred Kohl

Er gilt als Pionier der österreichischen Tourismusberatung und auch als Spezialist, wenn es um Betriebsübergaben geht: nun überträgt Manfred Kohl selbst die operative Geschäftsführung in Österreich an langjährige Wegbegleiter und konzentriert sich künftig auf die Geschäftsführung der Kohl & Partner Holding.

Seinen Kunden bleibt er als Strategieberater weiterhin treu, seiner neuen Geschäftsführung wird er in den nächsten Jahren ebenfalls beratend zur Seite stehen. Im Interview „Tourismusstimme der Woche“ reflektiert Kohl Veränderungen im Beratungsgeschäft und konstatiert, dass das „Modell Österreich“ im internationalen Tourismus-Business sehr gefragt ist. Gleichzeitig warnt Kohl, dass trotz österreichweiter Nächtigungsrekorde zuletzt in der Winter-Saison, individuelle Betriebs- und Bilanzergebnissen der Tourismusunternehmen oftmals eine andere Sprache sprechen. Tatsächlich trenne sich auf Betriebsebene zunehmend Spreu von Weizen, die gut geführten Unternehmen würden überproportional gewinnen, der Rest weiter an Boden verlieren.

Tourismusstimme der Woche: Friedl mit der leeren Tasche

Im Rahmen der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin präsentierte Ötztal Tourismus ein neues Kultur-Highlight für die kommende Sommersaison. Die Tiroler Urlaubsregion wird zur Bühne für die historische Geschichte von Herzog Friedrich IV von Tirol, besser bekannt als „Friedl mit der leeren Tasche“. Inmitten der spektakulären Naturkulisse des hinteren Ötztals wird der geschichtsträchtige Stoff als Wandertheater inszeniert.

In den Weiten des hinteren Ötztals, im Bergsteigerdorf Vent, versprengt auf über 100 Quadratkilometer Fläche, leben heute noch weniger als hundert Personen. Hier haben sich Traditionen über Jahrhunderte erhalten. Die urtümliche Landschaft sieht noch immer so aus, wie schon vor 600 Jahren, zu Lebzeiten von Herzog Friedrich IV von Tirol, besser bekannt als „Friedl mit der leeren Tasche“. Im kommenden Sommer wird die Geschichte dieser für Tirol so wichtigen Persönlichkeit als Wandertheater im Ötztal inszeniert. Als Bühne dienen dabei teils Originalschauplätze, an denen schon Friedl dereinst wirkte, wie Oliver Schwarz, Geschäftsführer von Ötztal Tourismus erklärt: „Das Ötztal ist nicht nur reich an Naturschönheit, sondern auch ein besonders geschichtsträchtiger Platz. Mit diesem Theaterprojekt verbinden wir diese beiden gewachsenen Traditionen zu einem einmaligen Erlebnis für die Zuseher.“

Tourismusstimme der Woche: Norbert Kettner

Wien Tourismus präsentierte auf der ITB in Berlin seine neue Marketingstrategie für die Segmente Gay-&-Lesbian. Damit soll die Marke Wien noch stärker als exklusives, weltoffenes Topreiseziel für Schwule und Lesben positioniert werden. Wien Tourismus Chef Norbert Kettner stand damit am Eröffnungstag der ITB im Rampenlicht der nationalen wir internationalen Medien. Dies sei auch ein klares Signal, dass dieses Thema in Wien und Österreich in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei, so Kettner im Interview in Berlin. Im Hintergrundgespräch „Tourismusstimme der Woche“ skizziert Kettner auch Entwicklungen und Strategien, die Wien 2012 die beste Tourismusbilanz der Geschichte bescherten.

Tourismusstimme der Woche: Janwillem Acket

Im Rahmen der Kitzbüheler Stubengespräche, initiiert von Kitzbühel-Country-Club-Gründer Richard Hauser, referierte der Chefökonom des Schweizer Bankhauses Julius Bär und der BTV, Janwillem Acket. Seine Analysen über die Zukunft Europas sind auch im touristischen Kontext interessant. Europa, so Acket, sei zwar in einer sehr schwierigen Lage, die man aber aufgrund der hochentwickelten Volkswirtschaften meistern könne: „Zweifellos sind wir aber in einem kranken System unterwegs und 2012 ist ein Bewährungsjahr für die gesamte Weltwirtschaft.“ Die Krise sei in der entwickelten Welt ausgebrochen, angesichts der Schuldensituation seien die europäischen Staaten völlig erschöpft, zudem seien viele Banken im Krankenstand. Die Schuldenkrise, Begleiterscheinung einer instabilen Konjunktur, bleibe daher ein Kernproblem der entwickelten Welt. Westeuropa aber auch die USA würden in den kommenden 50 Jahren an Einfluss verlieren, Schwellenländer wie Indien, China oder auch Länder in Ostasien würden künftig das globale BIP dominieren. Als Motoren des Wirtschaftswachstums ortete Acket demographische Entwicklungen, natürliche Ressourcen und Rohstoffe sowie die Produktivität, die essentiell auch von der Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft abhängig sei. Entwickelte Volkswirtschaften, wie man sie in Europa vorfinde, würden sich in diesem Bereich leichter tun.

HRS Geschäftsführung stellt sich der Kritik

Im Rahmen des ÖHV-Praktikerseminars in Salzburg stellte sich Michael Simon, Mitglied der Geschäftsleitung von HRS, den kritischen Fragen von rund 80 Hoteliers. Stark in der Kritik war einmal mehr die Provisionserhöhungen sowie die Tatsache, dass Buchungsplattformen mit den Markennamen der Hotels Werbung machen und sich so bei Suchmaschinen die besten Positionen sichern bzw. den Hotels Direktbuchungen wegnehmen würden.

„HRS-freie Woche“-Gründer Christoph Biallas nennt das „Daten-Klau“: Durch die Nutzung derselben Suchbegriffe für das Suchmaschinen-Marketing (SEM) steigen auch die Kosten für die Hotels.

Hier noch die Videozusammenfassung:

Urlaub bei den weltbekannten weißen Pferden machen: Lipizzanerheimat

Als echter „Urlaubs-Geheimtipp“ begeisterte die steirische Lipizzanerheimat Fachbesucher und potenzielle Gäste auf der ITB. Nur 30 km von der Landeshauptstadt Graz entfernt, laden nicht nur das Bundesgestüt Piber, die „Kinderstube“ der weltbekannten weißen Pferde aus der Spanischen Hofreitschule, sondern auch eine besonders abwechslungsreiche Landschaft, regionale kulinarische Besonderheiten und authentisches Brauchtum zu einer echten österreichischen „Entdeckungsreise“.

Geburtsstätte der Lipizzaner: Bundesgestüt Piber
Mit Anmut und Grazie begeistern die Lipizzaner Jahr für Jahr über 150.000 Besucher der Spanischen Hofreitschule. Wo die Heimat der weißen Pferde liegt, wissen viele nicht: Der idyllische Ort Piber ist seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts das Zuhause der wunderschönen Tiere: Im Bundesgestüt Piber kommen Jahr für Jahr mehr als 30 schwarze und braune Fohlen auf die Welt, die in der einmaligen Natur der Region zu stattlichen weißen Pferden heranwachsen. Bei Gestütsbesichtigungen, Kutschenfahrten oder Turnieren kann man die Lipizzaner kennenlernen. Auch auf der Alm kann man die Lipizzaner besuchen: Von Juni bis Mitte September verbringen die jungen Lipizzanerhengste ihren „Sommerurlaub“ auf der nahegelegenen Stubalpe, bevor sie am 8. September im Rahmen des großen Almabtriebes wieder ins Tal zurückkehren.

Sanfte Hügellandschaft mit „Mehrwert“
Die sanfte Hügellandschaft rund um Köflach, Voitsberg, Maria Lankowitz und Bärnbach hat aber noch viel mehr zu bieten: Im „Gesundheitsschiff“, der mehrfach ausgezeichneten Therme NOVA Köflach, kommen Erholungssuchende voll auf ihre Kosten: Entspannen, Genießen und Erleben lautet das Motto auf über 1000m² Thermalwasserfläche.

Wie geschaffen ist die abwechslungsreiche Landschaft auch für Wanderbegeisterte: In den „Steirischen Rucksackdörfern“ – 4 Berggemeinden der Region – finden sie alles für einen gelungenen Urlaub. All jene, die ihre freien Tage am liebsten auf dem Grün verbringen, sind auf dem 18-Loch-Golfplatz Maria Lankowitz richtig: Am Rande eines Landschaftsschutzgebietes gelegen, bilden hohe Wälder, sanfte Hügel, beschauliche Wasserläufe, Seen und Teiche die einmalige Kulisse für 18 Spielbahnen von außergewöhnlicher Qualität. Vier ganz unterschiedliche Freibäder bzw. Badeseen bieten „Plantschvergnügen“ für Groß und Klein – vom Erlebnisschwimmbad bis hin zum idyllischen Stausee reicht die Palette.

Kultur, kulinarische Köstlichkeiten und authentisches Brauchtum
Vielseitige kulturelle Angebote mit starken Akzenten österreichischer Künstler zeigen die Vitalität der Region: Die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete St. Barbarakirche in Bärnbach, der Mosesbrunnen von Prof. Ernst Fuchs oder das Voitsberger Rathaus, das Arik Brauer gestaltet hat, sind beliebte Sehenswürdigkeiten.

Das GlasMuseum Bärnbach vermittelt einen Einblick in die Geschichte des Glases bzw. der steirischen Glaserzeugung bis in die Zeit der „Waldglashütten“, die es in der Steiermark seit dem Mittelalter gab.

Wie kaum ein anderes österreichisches Bundesland ist die Steiermark für kulinarische Genüsse bekannt: In der Lipizzanerheimat kommen Liebhaber regionaler Köstlichkeiten natürlich auf ihre Kosten. Ob im typischen Buschenschank mit eigener Weinerzeugung, im gemütlichen steirischen Dorfwirt, in der ersten Steirischen Käseakademie oder beim örtlichen Bäcker – die Qualität steht immer im Vordergrund.

Ganz neu lädt ab dem Sommer 2012 die Erlebnisdestillerie Hochstrasser zur Entdeckung „hochprozentiger“ Köstlichkeiten ein: In Mooskirchen entsteht derzeit eine der schönsten und modernsten Destillerien, in der Besucher den Brennvorgang hautnah miterleben können. Eine Duftstraße lädt dazu ein, die edlen Destillate mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Zahlreiche Veranstaltungen laden ein, das Brauchtum und die Menschen der Region kennen zu lernen. Hotels, Gasthöfe, Pensionen und private Zimmer- und Ferienwohnungen erfüllen alle individuellen Urlaubswünsche und sind die perfekte „Basisstation“ für eine Entdeckungsreise in eine besondere österreichische Region.

Veranstaltungshöhepunkte
31. März: Saisoneröffnung, Lipizzanergestüt Piber
April-Dezember: GLAS die ideale Verpackung, GlasMuseum Bärnbach (Ausstellung)
12. Mai: Muttertagsgala, Piber
7. Juni: Konzert der Wiener Sängerknaben, Bärnbach
9. Juni: Lipizzanerheimatlauf, Piber
8. September: Lipizzaneralmabtrieb, Maria Lankowitz, Köflach
15. September: Käsefest, Burgruine Obervoitsberg
22. September: Herbstparade und Lipizzanerkulinarium, Piber

Alle Infos zur Region findet man unter www.lipizzanerheimat.com oder unter www.facebook.com/lipizzanerheimat

Tourismusstimme der Woche: Michael Anfang

Seit Wochen wird hitzig über die zum Teil empfindlichen Erhöhungen der Kommissionen bei den führenden Buchungsplattformen diskutiert, Hoteliers rufen zum Boykott auf. In der „Tourismusstimme der Woche“ kritisiert Michael Anfang, Marketingleiter des Ötztaler Hotels „Edelweiss&Gurgl“, die Abhängigkeit der Hotellerie von externen Vertriebskanälen, die über viele Jahre kultiviert wurde. Im Gegensatz wurden die Hausaufgaben in Bereich der direkten Vermarktung und Buchbarkeit vernachlässigt, eine Tatsache, die sich nun vielfach rächt, so Anfang. Nach eigenen Angaben vermarkte sich das Hotel „Edelweiss&Gurgl“ sowohl im Winter als auch im Sommer erfolgreich eigenständig – ohne Buchungsplattformen und Sonderrabatte – dafür aber mit internem Anfragemanagement, professionell geschulter Verkaufsabteilung und optimierter aktiver Selbstvermarktung.



Das Procedere der Buchungsplattformen beschreibt Anfang im Gespräch mit dem TP-Blog so: „Buchungsplattformen bringen nicht nur eigene Gäste bzw. User sondern haben erkannt dass es viel einfacher ist, den Hoteliers die Stammgäste wegzunehmen (speziell in der Ferienhotellerie). Viele Hoteliers haben die Plattformen dabei noch kräftig unterstützt – mit Topkonditionen. Im Gegensatz zu einem einzelnen Hotel können Buchungsplattformen höchst effizient Google Adwords schalten, denn die Plattform verdient immer, egal in welchem Hotel der Kunde bucht. Der Hotelier verdient nur dann wenn sein Hotel gebucht wird. Ein Vertrag mit einer Buchungsplattform ist ein Vertrag zwischen David und Goliath! Beispiel: Ein Freund erzählt von seinem tollen Urlaub in Ihrem Hotel. Der interessierte Zuhörer googelt Ihr Hotel mit Ihrem Hotelnamen und Ort. Sie haben brav Ihre Homepage optimiert und erscheinen an 1. Position. Hurra! Leider verliebt sich der Neue Gast in die Anzeige am Obersten Rand. Jetzt „Ihre Hotel-Marke“ -20% buchen. Das ist eindeutig günstiger…“

Wer vor allem auf Buchungsplattformen setzt, warnt Anfang, begebe sich mit seinem Angebot vorsätzlich in eine Spirale nach unten. „Die Zeit“, so fordert Anfang eindeutig, „schreit nach einem eigenen Vertrieb entweder alleine oder in Allianzen.“ Und der Marketingfachmann zieht an dieser Stelle einen Vergleich mit der Industrie: „Es gibt viele Firmen die „nur“ einen Vertrieb aber kein Marketing haben, aber nur sehr wenige die ein Marketing haben aber keinen Vertrieb. In der Hotellerie gibt es kaum Hotels die einen aktiven Vertrieb haben – Plattformen hingegen sind Vertriebs-Spezialisten, die von den Provisionen gut leben können. Für den sogenannten Leistungserbringer bleiben nur die berühmten 80% übrig, und davon kann leider fast kein Hotel dauerhaft leben. Dazu kommt noch der Verlust der eigenen Internet Identität und eine Verwässerung der Hotel-Marke!“

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