ITB Berlin 2014

Der Welttourismus zeigte sich auf der ITB in Berlin im Aufwind. Sowohl der IPK World Travel Monitor als auch die Deutsche Reiseanalyse präsentierten positive Zahlen. Für 2014 wird ein weltweites Wachstum von 5% und für Europa von rund 3% erwartet.

Auch der für Österreich und Tirol wichtigste Quellmarkt Deutschland ist weiter im Aufwind. Noch nie reisten die Deutschen so viel wie 2013. Österreich liegt laut Deutscher Reiseanalyse auf dem 4. Platz der Auslandsziele, bei den Kurzreisezielen der Deutschen liegt Österreich an erster Stelle. Im Vorjahr
sind mit 4,2 Millionen Gästen um zehn Prozent mehr Deutsche länger als 5
Tage in Österreich geblieben, Tendenz steigend.

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Touristiker atmen auf: Felbertauern wieder für Verkehr geöffnet

Nach einem gewaltigen Geröllsturz Mitte Mai musste die Felbertauernstraße, die Nord- und Osttirol verbindet, für den Verkehr gesperrt werden. Gerade für die Tourismusbranche war der Ausfall der kürzesten Nord-Süd-Verbindung problematisch. Nun konnte nach nur anderthalb Monaten Bauzeit eine 1,5 Kilometer lange, temporäre Umfahrungsstraße eröffnet werden, was für den aktuellen Urlauberreiseverkehr eine wichtige Entlastung bedeutet. Anfang Oktober soll die Felbertauernstraße wieder uneingeschränkt für den Verkehr geöffnet werden.

„Wir sind stolz, froh und erleichtert, dass wir die Felbertauernstraße rechtzeitig zur Hauptreisezeit wieder eröffnen können“, sagte der Vorstandsdirektor der Felbertauernstraße AG, Karl Poppeller, anlässlich der Verkehrsfreigabe der temporären Umfahrungsstraße. Rechtzeitig zum großen Sommer-Reiseverkehr wurde am 27. Juli 2013 um 6 Uhr morgens die Ersatzstraße am Felbertauern in Osttirol für den Verkehr freigegeben. Am vergangenen Wochenende wurde mit einem Fest die neu geschaffene Verbindung gefeiert.

Aus verkehrsplanerischer Sicht ist die Eröffnung der Umfahrung besonders erfreulich. So ist pünktlich zur Hauptreisewelle die kürzeste Nord-Süd-Verbindung damit wieder frei befahrbar. Denn die Felbertauernstraße wird als preisgünstige Alternative zur Brenner- oder Tauernautobahn besonders gern von Urlaubern genutzt, die auf dem Weg in den Süden sind. Zudem ist die Straße die wichtigste Verbindung zwischen Nord- und Osttirol. Landeshauptmann Günther Platter unterstrich anlässlich der Feierlichkeit, welche Bedeutung dieser Verkehrsweg für die Tiroler Wirtschaft hat: „Es ist eine große Erleichterung und ein gutes Gefühl, dass diese wichtige Verbindung dank des Zusammenhalts aller so rasch gebaut werden konnte.“. Auch Touristiker und Wirtschafstreibende aus Osttirol zeigten sich erleichtert, wie Matreis Bürgermeister Andreas Köll betonte: „Das ist ein großer Freudentag für Osttirol und die Nationalparkregion, weil es gelungen ist, diese touristische und wirtschaftliche Lebensader unseres Bezirkes wiederherzustellen.“ Osttirols Tourismusobmann Franz Theurl dankte der Landesregierung für die rasche und unbürokratische Entscheidung zum Bau der Umfahrung: „Damit wurde unser Sommer 2013 in touristischer Hinsicht gerettet.“

Kohl lässt Spezialisten ans Ruder

Er gilt als Pionier der österreichischen Tourismusberatung und auch als Spezialist, wenn es um Betriebsübergaben geht: nun überträgt Manfred Kohl selbst die operative Geschäftsführung in Österreich an langjährige Wegbegleiter und konzentriert sich künftig auf die Geschäftsführung der Kohl & Partner Holding. Seinen Kunden bleibt er als Strategieberater weiterhin treu, seiner neuen Geschäftsführung wird er in den nächsten Jahren ebenfalls beratend zur Seite stehen.

operative Übergabe an langjährige Weggefährten

operative Übergabe an langjährige Weggefährten

Kaum ein Name ist mit der österreichischen Tourismusberatung so eng verknüpft wie der von Manfred Kohl. In über 30 Jahren hat er eine kleine, auf seine Person zugeschnittene Pionierfirma aus Villach zu einem komplexen Beratungsunternehmen mit Standorten in Österreich, Südtirol, Deutschland, der Schweiz und Südosteuropa erweitert. „Kohl & Partner steht heute für lokale Kompetenz mit internationaler Erfahrung“, resümiert Manfred Kohl, „österreichisches Tourismus-Know How ist international sehr gefragt. Die Kunden interessiert am `Modell Österreich´ zum einen die mittelständische Struktur aus familiengeführten Betrieben; zum anderen die zweifellos erfolgreiche Art und Weise, wie Österreich seinen Tourismus organisiert und finanziert.“ Bei allem Erfolg sieht Manfred Kohl aber gerade für die heimische Freizeitwirtschaft in den nächsten Jahren große Herausforderungen: „Wir werden uns auf die Produktentwicklung konzentrieren müssen. Im Marketing sind wir schon recht gut aufgestellt, aber das allein reicht nicht. Es gilt das Profil zu schärfen und touristische Räume zu entwickeln, wo sich die Einheimischen wohl fühlen und die Gäste tolle Produkte vorfinden.“

Kohl & Partner hat sich mit der Branche spezialisiert
In den letzten drei Jahrzehnten hat sich der Tourismus in Österreich und damit das Beratungsgeschäft stark verändert. „Früher kamen die Kunden zu mir und wollten wissen, wie sie `Forelle blau´ richtig kalkulieren. Heute sucht der österreichische Tourismus professionelle Beratung für spezialisierte Detailfragen, im Marketing, in der Preispolitik, vor allem aber in der strategischen Unternehmensführung“, erläutert Manfred Kohl. Mit dieser Nachfrage ist Kohl & Partner nicht nur gewachsen, sondern hat auch Kompetenz auf allen wesentlichen touristischen Ebenen aufgebaut: in den Destinationen, in den Betrieben, in der Infrastruktur. „Diese Spezialisierung in einer heute sehr komplexen Branche, verbunden mit starker lokaler Kompetenz und internationaler Sichtweise macht uns stark und bürgt für die Qualität von Kohl & Partner“, so der Tourismusberater. Dass nunmehr die operative Geschäftsführung in Österreich an Spezialisten und langjährige Wegbegleiter übertragen wird, ist für ihn eine logische Konsequenz der bisherigen Unternehmensentwicklung: „Wir sind partnerschaftlich organisiert, 49 Prozent der Anteile werden von langjährigen Mitarbeitern gehalten. Mit Erich Liegl, der seit 1988 bei uns ist, übernimmt ein ausgewiesener Hotelspezialist – mit Gernot Memmer, seit 2001 mit an Bord, ein Experte auf dem Gebiet der Destinationen das Ruder in der operativen Geschäftsführung.“ Claudia Kohl, die in der Unternehmensgruppe für Marketing und PR verantwortlich zeichnet, wird 2014 ebenfalls in die Geschäftsführung einziehen.
Manfred Kohl selbst bleibt Geschäftsführer in der Kohl & Partner Holding, dem Dach der Firmengruppe und wird weiterhin als Strategieberater tätig sein. „Hier sehe ich eine sehr schöne Aufgabe auch darin, die neue Geschäftsführung in den kommenden Jahren zu begleiten. Es wird daher ein fließender, eleganter Übergang sein“, ist Manfred Kohl überzeugt, der für das eigene Unternehmen immer noch vom heimischen Tourismus lernt: „Wir haben Top-Betriebe mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis – und ein Naturell, das für den Tourismus hervorragend geeignet ist!“

ITB 2013: „Tourism meets Industry“ initiiert interdisziplinären Gedankenaustausch in Berlin

„Umwelt und (Tourismus-)Marke – unter diesem Titel organisierte die Netzwerkplattform „TMI – Tourism meets Industry“ und die auf Tourismus und Freizeitwirtschaft spezialisierte PR-Agentur pro.media kommunikation anlässlich der ITB eine bewusst klein gehaltene, exklusive Exkursion mit spannenden international renommierten Referenten. Rund 25 Touristiker, Kommunikationsexperten und wissenschaftliche Vertreter folgten dem Ruf in die Agenturräume der größten inhabergeführten Multimediaagentur Deutschlands sowie zum anschließenden kulinarischen Ausklang bei „Pret a Diner“ in Berlin.

.) Bernd Kolb, Stefan Kröll (pro.media), Harald Gohm (Standortagentur Tirol), Michael Volkmer (Scholz&Volkmer) und Arnulf Schuchmann (trolley:motion)

.) Bernd Kolb, Stefan Kröll (pro.media), Harald Gohm (Standortagentur Tirol), Michael Volkmer (Scholz&Volkmer) und Arnulf Schuchmann (trolley:motion)

Im Vorjahr stellte sich die Initiative „TMI – Tourism meets Industry“ mit einer hochkarätig besetzten Prologveranstaltung zum Thema nachhaltige Mobilität in der Olympiaregion Seefeld der Öffentlichkeit vor. Rund um die internationale Tourismusbörse in Berlin setzte TMI neuerlich einen Akzent und versammelte Experten unterschiedlicher Branchen zum gemeinsamen Gedankenaustausch. „Wir wollen mit dieser internationalen Initiative neue Netzwerke und Verbindungen zwischen dem Tourismus und der Wirtschaft bzw. Industrie anregen, um zukunftsweisende Innovationen, Projekte und Zusammenarbeit zu fördern“, betonten die TMI-Initiatoren Harald Gohm, GF der Standortagentur Tirol, sowie Markus Tschoner, Präsident von Best of the Alps und Tourismusdirektor der Olympiaregion Seefeld.

Den gesellschaftlichen Wandel zu nachhaltigen Lebensstilen beleuchtete Bernd Kolb, der einst mit seiner Agentur I-D-Media zum Aushängeschild der Internetkultur avancierte, zum Unternehmer des Jahres in Deutschland gekürt wurde und 2005 als Vorstand für Innovationen zur deutschen Telekom wechselte. Heute betreibt Kolb u.a. das Hotel AnaYela in Marroko, das dreimal den World Hotel Award gewann, und gründete den Club of Marrakesch, in dem er Persönlichkeiten aus aller Welt versammelt. Kolb warf einen kritischen Blick auf den Ressourcenverbrauch und legt im Rahmen seines Impulsstatements die Hoffnung auf die „Generation Change“. Lebensstile aber auch Verhaltensweisen von großen Wirtschaftsmarken würden sich unter dem Eindruck eines steigenden Umweltbewusstseins verändern, zeigte sich Kolb überzeugt. Statussymbole – etwa Autos – zu besitzen verliere an Bedeutung. Der smarte, zeitgemäße Nutzen von temporär entstehenden Bedürfnissen stehe im Vordergrund. Der Boom bei Car-Sharing-Modellen sei da nur ein Vorbote, glaubt auch Michael Volkmer, Chef der größten inhabergeführten deutschen Multimediaagentur Deutschlands. Teilen ist das neue Haben – so lautet ein neues Wirtschaftscredo, das neue Kooperationsmodelle forciert und veränderte Kundenwünsche berücksichtigt. Ziel nachhaltig wirtschaftender Unternehmen sei es immer mehr, nicht nur ökonomischen, sondern auch sozialen und ökologischen Mehrwert zu schaffen. Dabei stehe nicht mehr nur allein der Gewinn, sondern die Mehrung des Gemeinwohls im Vordergrund. Volkmer belegte mit vielen Beispielen wie renommierte Unternehmen in Deutschland bereits auf diesen Wandel reflektieren und ihr Verhalten und auch ihre Kommunikation in diese Richtung verändern. Deutlich wurde dabei auch, dass dieser Trend auch touristische Wirtschafts-und Angebotsstrukturen beeinflussen werde. Der international anerkannte E-Bus-Experte Arnulf Schuchmann, stellte in seinem Beitrag die Initiative trolley:motion vor. Der Verein engagiere sich sowohl für die Erhaltung und Erweiterung bestehender als auch die Gestaltung neuer elektrischer Stadtbus-Systeme. Damit, so Schuchmann, könne man auch einen nachhaltigen Effekt im Sinne verbesserter Lebensqualität und Attraktivität in touristischen Destinationen schaffen.

HAYEK Colloquium Obergurgl 2012:

Am vergangenen Freitag stand das HAYEK Colloquium Obergurgl ganz im Zeichen der Finanzwirtschaft. Der Vorstandsvorsitzende der Bank Austria, Willibald Cernko, und der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, Wilhelm Molterer, stießen dabei mit ihren Vorträgen auf wenig Gegenliebe seitens der versammelten liberalen Wirtschaftswissenschaftler der Hayek-Gesellschaft. Beim abendlichen Bank Austria-Empfang auf der Hohe Mut Alm hinterließ der Chefökonom des Geldinstitutes, Stefan Bruckbauer, mit einem geradezu flammenden Plädoyer für Europa bleibenden Eindruck.

Nach dem, witterungsbedingt, kühlen Beginn am Donnerstag erlebte das HAYEK Colloquium Obergurgl 2012 am Freitag erneut hitzige Debatten zur aktuellen Wirtschaftslage. Die Gastreferenten des Tages kamen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bank Austria, Willibald Cernko, und dem Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB), Wilhelm Molterer, aus dem Bereich der Finanzwirtschaft. Molterer analysierte in seinem Vortrag die Gründe für Finanz- und Wirtschaftskrise und stellte klar, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz das Modell Europa mit seiner Gemeinschaftswährung für ihn nicht anzuzweifeln seien: „Wir haben es mit einer systemischen Krise zu tun. Das ist keineswegs eine Krise, die kurzfristig ist, sondern eine längerfristige Perspektive der Schwierigkeit. Und es ist auf jeden Fall klar, dass die Rückkehr zum Status quo ante, keine Alternative ist. Daher müssen die Antworten auf die Krise systematisch sein.“ Diese Antworten glaubt der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister in einer weiteren Stärkung der EU erkannt zu haben. Molterer trat dafür ein, die Fiskalunion weiter zu stärken und gleichzeitig die Steuerhoheit der Mitgliedstaaten weiter einzuschränken. Der europäische Binnenmarkt stehe für ihn nicht zur Diskussion, so Molterer. Im Gegenteil: Der EIB-Vizepräsident forderte ein europäisches Pendant zum Welt-Währungsfond, eine Stärkung der Zentralbank nach Vorbild der US-Notenbank und er verteidigte den aktuellen Kurs der EU-Kommission. Für die versammelten wirtschaftsliberalen Denker der Friedrich A. v. Hayek-Gesellschaft Berlin waren Molterers Ausführungen ein rotes Tuch, repräsentierte er doch genau jene Europäische Politik, die ihren Prinzipien von Freiheit und freiem Markt diametral entgegensetzt ist.

Cernko warnt vor „Regulierungstsunami“

Auch der nächste Redner, Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko, stieß mit seinen Ausführungen auf wenig Verständnis bei den Hayek-Anhängern. Seine Warnung vor einem drohenden „Regulierungstsunami“ seitens der Finanzmarktaufsicht war zwar noch ganz im Sinne der Liberalen. Cernko wies in Zusammenhang mit der zunehmenden Regulierung des Finanzmarktes mahnend darauf hin, dass das Risiko bei Anlagegeschäften nicht allein den Banken aufgebürdet werden könne, sondern auch für Anleger eine gewisse Eigenverantwortung bestehe. Doch sein Plan, wie man in der Finanzbranche durch die Bankenunion wieder Vertrauen aufbauen könne, stieß auf Ablehnung. Cernko fordert in zeitlich aufeinander folgendem Ablauf eine einheitliche Finanzmarktaufsicht und gleiche Spielregeln für alle in der EU. Dann müsse man den Mut aufbringen, auch nicht funktionierende Elemente, die keinen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen, aufzugeben und zu entfernen. Und schließlich müsse man für die Einlagensicherung sorgen. Wobei er selbst einschränkte: „Dieses Thema werden wir erst in Jahren diskutieren. Es heute schon zu thematisieren, ist an den Haaren herbeigezogen.“ Und Cernko forderte weniger Emotionalität in der Debatte um die Rolle der Banken: „Es muss auch klar sein, dass Banken das Recht haben, nach Gewinnen zu streben.“ Wobei er ebenfalls klarstellte, dass Banken als unverzichtbarer Teil unseres Wirtschaftssystems eine Aufgabe zu erfüllen haben: „Banken tragen Verantwortung im marktwirtschaftlichen System – dazu stehe ich als Vorsitzender einer führenden Bank.“ Ins selbe Horn wie die beiden Referenten des Nachmittages stieß der Tischredner beim abendlichen Empfang auf der Hohe Mut Alm, Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Er legte sogar noch ein Scherflein nach und hielt ein flammendes Plädoyer für die Idee des vereinten Europas und die Währungsunion. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen beweise, so der Tenor von Bruckbauers Rede, dass die EU letztlich sehr solide durch die Krise steuert: „Wir sehen also, der Maastricht-Vertrag hat sehr wohl funktioniert.“ Das größte Manko Europas verortet auch Bruckbauer im Fehlen einer starken Zentralbank.

Denkplatz Obergurgl wurde erfolgreich wiederbelebt

Wie schon am Eröffnungstag sorgten die Reden der Referenten für viel Diskussionsstoff unter den Colloquiums-Teilnehmern. Einig war man sich jedoch darin, dass angesichts der hochkarätigen Gäste, wie dem tschechischen Staatsoberhaupt Václav Klaus, dem Medienphilosophen Norbert Bolz oder den bereits genannten Finanzexperten Molterer und Cernko, die Wiederbelebung des Denkplatzes Obergurgl im Sinne von Friedrich August von Hayek gelungen ist. Klaus Schredelseker von der Universität Innsbruck, die im kommenden Jahr zusammen mit dem Management Center Innsbruck als inhaltlicher Partner neben der Hayek-Gesellschaft einsteigen will, attestiert der Veranstaltung eine große Zukunft: „Wobei wir inhaltlich etwas mehr von der Person Hayeks abrücken und der gesamten österreichischen Schule der Nationalökonomie mehr Raum zuerkennen sollten.“ Für den Gastgeber des HAYEK Colloquiums, Lukas Scheiber vom Hotel „Edelweiss & Gurgl“, ist der Fortbestand der Veranstaltung ebenfalls gesichert: „Ich darf bereits den Termin für das HAYEK Colloquium Obergurgl 2013 bekanntgeben, das von 12. bis 14. September wieder hier im Ötztal stattfinden wird.“

TMI 2012 in der Olympiaregion Seefeld: Alpiner Tourismus als Labor für nachhaltige Mobilität

Große Resonanz fand die Premiere des neuen interdisziplinären Gipfeltreffens „TMI – Tourism meets Industry“ in der Olympiaregion Seefeld. Im Rahmen der Prologveranstaltung, die federführend von den Partnern Seefeld – Best oft the Alps, BMW und der Standortagentur Tirol initiiert wurde, diskutierte eine hochkarätige Expertenrunde die Zukunft nachhaltiger Mobilitätskonzepte im Alpentourismus. Mit der Präsentation einer iSKI App für BMW-Online, einem Modellprojekt für Elektromobilität in den Alpen, und einem brandneuen DriveNow-Angebot für die kommende Wintersaison wurden seitens BMW in Seefeld innovative Mobilitätsdienstleistungen für den alpinen Ferientourismus vorgestellt.

TMI 2012 in der Olympiaregion Seefeld

Für die Initiatoren Markus Tschoner, GF der Olympiaregion Seefeld & Präsident von Best of the Alps – dem Marketingverbund von zwölf weltberühmten Tourismusdestinationen der Alpenregion, und Harald Gohm, GF der Standortagentur Tirol, ist die neue Initiative ein Gebot der Stunde: „Von der noch stärkeren Vernetzung von Tourismus, Technologie, Industrie, Gesundheit und Lifestyle können alle Partner profitieren. Zu sehr verändern sich gesellschaftliche Werte im digitalen Zeitalter, verschmelzen vormals strikt getrennte Arbeits- und Freizeitbereiche zu einheitlichen Lebenswelten, müssen komplementäre Wirtschaftsbereiche gemeinsame Wettbewerbsstrategien im Markt entwickeln. Deshalb wollen wir mit dieser Initiative ein Forum schaffen, in dem der Gedankenaustausch aber auch konkrete Kooperationen zwischen exklusiven Partnern angeregt werden!“ Mit dem neuen Format „TMI – Tourism meets Industry“ sollen diesen Symbiosen in Form einer jährlichen Veranstaltung Raum gegeben.

Der diesjährige Prolog stand thematisch ganz im Zeichen nachhaltig orientierter Mobilitätskonzepte. Im Wissen, dass der Großteil der Urlauber nach wie vor mit dem eigenen Auto in die Berge anreist, sind innovative automobile Zukunftsszenarien vor dem Hintergrund nachhaltiger, umweltorientierter, gesellschaftlicher Trends gefragt.

Gerade der alpine Tourismus könne mit seinen Angeboten und seinen natürlichen Ressourcen perfekt die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit abdecken, erklärte etwa der führende deutsche Trendforscher Peter Wippermann. Natur sei ein Wert geworden, ein Rückzugsort mit viel Konjunktur in einer unübersichtlichen Überforderungswelt. Alpine Destinationen, die in Kooperation mit anderen Partnern glaubwürdig Modelle für nachhaltige Mobilität schaffen, könnten ebenso nachhaltige Wettbewerbsvorteile lukrieren.

Alpine Mobilitätsavantgarde

Der ehemalige Swarovski-Manager und Tourismusvisionär Andreas Braun rief in diesem Kontext die alpinen Touristiker dazu auf Mobilitätsavantgarde zu werden. „Denn künftige Gäste wollen ganz andere Fakten – etwa ökologische Kennzahlen – über eine Region wissen als bisher gewohnt.“

Einig zeigte sich das Podium, dass gerade der alpine Tourismus zu einem Labor für nachhaltige Mobilität werden könnte. Denn gerade im Urlaub seien die Menschen für neue Mobilitätslösungen – etwa E-Mobilität – aufgeschlossen, vorausgesetzt die vor Ort lebenden Menschen würden diese ebenfalls konsequent nützen.

Peter Post, GF der führenden deutschen Multimediaagentur Scholz & Volkmer, betonte die Veränderungsbereitschaft der Kunden. Gerade junge Menschen hätten im Bezug auf Autos viel weniger Besitz- und Statusdenken. Alternative Dienstleistungen würden den Trend zu individueller Mobilität rasch verstärken.

Andreas-Christoph Hofmann, Leiter der BMW Markenkommunikation, bestätigte diese Entwicklungen: „Junge Menschen ändern ihr ‚Mindset‘, ihre Denkweise – wir bewegen uns auf sie zu und bieten neue Mobilitätslösungen mit nachhaltigem Charakter an. Für uns ist klar, dass wir mit BMW i die Speerspitze der Entwicklung im Bereich Elektromobilität sein wollen.“

Ähnlich argumentiert der Verkehrsexperte Markus Mailer von der Universität Innsbruck. Nicht zuletzt aufgrund der beschränkten Raumkapazitäten, permanenter Staus und der steigenden Kosten verliere das Auto in den urbanen Ballungsräumen an Bedeutung. Gerade für die Stadtflucht und die kurzfristige Reise in den Alpenraum hätten jetzt auch im Naherholungstourismus Car Sharing Modelle eine Chance.

Vernetzte Kommunikation ist die neue Mobilität

Die digitale Vernetzung sei jedenfalls eine große Chance auch für neue nachhaltige Formen des Reisens, so die Experten. Kommunikation ist die neue Mobilität und die immer intelligentere Kommunikationsinfrastruktur werde auch neue Formen der multioptionalen Mobilität fördern. Wenn die Transparenz steigt wann ich wo mit welchem Verkehrsmittel unter neuen Gesichtspunkten wie sicher, bequem, leistbar, nachhaltig und geselllschaftlich akzeptiert mein Ziel erreiche, dann steigt auch die Bereitschaft alternative Modelle zu nützen, so die Experten.

Die spannende Diskussion zum Prolog von „Tourism meets Industry“ in einem Zelt direkt im Ortszentrum von Seefeld löste beim ausgewählt eingeladenen rund 80-köpfigen Publikum viel Resonanz aus. Neben den ehemaligen deutschen Skistars Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, die extra von Garmisch Partenkirchen mit einem Mini E angereist kamen, zeigten sich u.a. auch Seefelds Toptouristiker Fritz Kaltschmid, Vertreter der größten Hoteliersfamilie Österreichs, Seefelds Bürgermeister Werner Frießer, Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung, Stefan Isser, GF der Swarovski Tourism Service GmbH und Josef Schirgi, Präsident des Bundesverbandes der österreichischen Tourismusmanager, von der Veranstaltung begeistert.

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Die folgenden Mobilitätsdienstleistungen für den alpinen Tourismus wurden im Rahmen von „TMI – Tourism meets Industry“ seitens Andreas-Christoph Hofmann, Leiter BMW Markenkommunikation, im Detail vorgestellt:

BMW iSKI App – schon vor der Abfahrt wissen, wo der beste Schnee liegt.
BMW ConnectedDrive setzt seit Jahren Maßstäbe im Bereich automobiler Vernetzung und steht für zukunftsorientierte Konzepte und Technologien im Fahrzeug mit maximalem Kundennutzen. Unter dem Begriff ConnectedDrive vereint die BMW Group einzigartige innovative Funktionen, die Fahrer, Fahrzeug und Umwelt intelligent miteinander vernetzen. Sie erhöhen den Komfort, machen Infotainment in einer neuen Dimension erlebbar und steigern außerdem die Sicherheit in den Fahrzeugen der BMW Group signifikant. Mit dem BMW Online Portal verfügt der Fahrer über individuelle und internetbasierte Dienste im Fahrzeug.
Schon vor Abfahrt wissen, wo der beste Schnee liegt – die Einführung der neuen iSKI App liefert einen echten Mehrwert für Wintersportfans. BMW Online und BMW Live bringen rechtzeitig zur Skisaison 2012/13 alle wichtigen Informationen zum perfekten Skiurlaub in jeden BMW: Webcams liefern Echtzeitbilder von der Skipiste. Weitere Informationen zum Wetter, Neuschnee, geöffneten Liften, Hotels, Restaurants und Skiverleih werden selbstverständlich mitgeliefert.

Der MINI E im touristischen Umfeld.
Die Bayerische Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Bayern zum Leitmarkt und zum Leitanbieter für Elektromobilität zu machen. In der Modellkommune Garmisch Partenkirchen genannt „eGAP“, die nach München, Bad Neustadt an der Saale und dem Bayerischen Wald die vierte Modellregion Elektromobilität in Bayern darstellt, soll ein ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt werden. Zukünftige Herausforderungen werden modellhaft gelöst und die dazu notwendigen innovativen Technologien werden auf ihre Funktionalität, Alltagstauglichkeit und Nutzerattraktivität geprüft.
Die BMW Group unterstützt dieses Vorhaben und stellt in Garmisch-Patenkirchen in einem eigenen Forschungsprojekt sechs MINI E zur touristischen Kurzzeitvermietung zur Verfügung. Gemeinsam mit der Universität Passau wird die Anwendung von Elektromobilität im Tourismus untersucht. Die Erkenntnisse des Versuchs fließen zudem in die nachhaltigen Mobilitätskonzepte von BMW i ein.
Der MINI E wird zu 100% elektrisch betrieben und unterscheidet sich damit von Hybridantrieben. Dank des Elektromotors, der sein maximales Drehmoment beinahe sofort erreicht, ist die Beschleunigung im MINI E unglaublich schnell, leise und sanft.

„Drive & Ski” – Das DriveNow Angebot für die kommende Wintersaison
Die BMW Group ist nicht nur Hersteller von Premiumautomobilen, sondern entwickelt auch Angebote für den zunehmenden Bedarf an flexiblen Mobilitätslösungen im urbanen Umfeld. DriveNow, das Carsharing-Angebot von BMW i, MINI und der Sixt AG, ist das erste Car Sharing Konzept das konsequent auf effiziente Premiumfahrzeuge sowie umfassenden Service setzt. Die Fahrzeuge lassen sich spontan überall dort anmieten und abstellen, wo Kunden sie benötigen.
DriveNow kooperiert für die kommende Wintersaison mit der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG und bietet Wintersportlern ein ganz besonderes Angebot. Das „Drive & Ski“ Angebot beinhaltet das 9-Stunden-Paket mit 200 Freikilometern und eine 10 Prozent-Ermäßigung auf den Tagesskipass für das Skigebiet Garmisch Classic. Der Kraftstoff ist wie bei allen DriveNow Angeboten inklusive. Gegen Vorlage des Führerscheins mit der DriveNow ID, erhält der Nutzer an der Kasse der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG den ermäßigten Tagesskipass.

Feierliche Verleihung des BOTA-Award 2012

Am Dienstagabend, den 10. Juli 2012, wurde im BMW-Museum München der der Best of the Alps®-Award 2012 an den CEO der IIC-INTERSPORT International Corp., Franz Julen, verliehen. Der prestigeträchtige Preis wird alljährlich vom Zusammenschluss der zwölf exklusiven in den Alpen gelegenen Tourismusdestinationen Best of the Alps® an herausragende Persönlichkeiten für deren besondere Verdienste um den Sport, den Tourismus, das kulturelle sowie politische Leben im Alpenraum zuerkannt. Ebenfalls am Dienstag besiegelte Best of the Alps® das neue Partnerschaftsabkommen mit der französischen Rossignol Gruppe, die mit der Marktoffensive „Pure Alpinism“ zur Wintersaison 2012/2013 starten wird.

Das Medien- und Publikumsinteresse war wie erwartet sehr groß, als am Dienstagabend im Münchner BMW-Museum der begehrte Best of the Alps®-Award 2012 verliehen wurde. Rund 170 Gäste aus Wirtschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft feierten die Übergabe mit einem Empfang sowie einem festlichen Dinner. Als Preisträger wurde der Schweizer Franz Julen, der seit zwölf Jahren an der Spitze der IIC-INTERSPORT International Corp. steht, ausgezeichnet. Als Unternehmer ist Julen an der Schnittstelle zwischen Sport und Tourismus tätig. Der Schweizer ist der mittlerweile dritte Best of the Alps®-Award-Gewinner und beerbt in dieser Rolle niemand geringeren als den Präsidenten des Internationalen Skiverbandes (FIS), Gian Franco Kasper, der zwar nicht persönlich zur Preisverleihung nach München kommen konnte, aber eine Videogrußbotschaft schickte. Als Laudator für Julen fungierte sein guter Freund und Vorstandvorsitzende der adidas Group, Herbert Hainer. Er würdigte Julens umsichtigen und zugleich innovativen Führungsstil, der ihn zum würdigen Gewinner des Best of the Alps®-Awards 2012 mache. Zudem hob er Julens die gelebte Liebe zu seiner Heimat, den Alpen hervor: „Franz ist ein Mann, der aus den Alpen kommt, der mit den Alpen lebt und für die Alpen wirbt.“

Julen: „Bin gerührt, stolz und dankbar.“

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