EU-Parlamentarier vergeben acht Stipendien für Studierende

Von 5. bis 7. Dezember 2013 wird Lech wieder zum Zentrum europäischer Politik. Im Rahmen des Mediengipfels am Arlberg diskutieren Spitzenvertreter aus Politik, Medien und Wirtschaft zum Thema „Europa ohne Arbeit – viel Arbeit für Europa“. Wie bereits im Vorjahr werden von drei Mitgliedern des Europäischen Parlaments wieder acht Stipendien an Studierende aus Europa vergeben, um kostenlos an dieser hochkarätigen Veranstaltung teilnehmen zu können.

Unter dem Titel „Europa ohne Arbeit – Viel Arbeit für Europa“ wird Lech am Arlberg Anfang Dezember 2013 wieder zum Zentrum europäischer Politik. Im Rahmen des 7. Mediengipfels am Arlberg diskutieren Spitzenvertreter aus Politik, Medien und Wirtschaft, wie EU-Kommissar Johannes Hahn, der Vize-Präsident des EU-Parlaments Othmar Karas, der österreichische Bundesminister Reinhold Mitterlehner, der kroatische Minister für Arbeit und das Pensionssystem Mirando Mrsic, der ehemalige griechische Außenminister Dimitris Droutsas, Europas führender Wirtschaftswissenschafter Matthias Sutter sowie der in Wien und Hamburg tätige Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier.

EU-Parlamentarier vergeben Stipendien

Um auch Studierenden die Teilnahme an der hochkarätigen Veranstaltung zu bieten, stellen die drei EU-Parlamentarier Othmar Karas (EVP, Österreich), Vizepräsident des EU-Parlaments, Eva Lichtenberger (Grüne/EFA, Österreich) und Wolfgang Kreissl-Dörfler (S&D, Deutschland) insgesamt acht Stipendien zur Verfügung. Den Studierenden soll damit die Möglichkeit geboten werden, mit Politikern, Journalisten und Intellektuellen zu diskutieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Die Stipendienaktion, die 2012 erstmals stattfand, geht auf eine Initiative der Politologin Doris Dialer und den Tourismusdirektor von Lech, Hermann Fercher, zurück.
Studierende der Politik-/Medien- oder Kommunikationswissenschaften können sich um die exklusive Möglichkeit der Teilnahme am Mediengipfel bewerben. Das Stipendium umfasst zwei Übernachtungen mit Frühstück, die Übernahme der Reisekosten und den Zugang zu allen Veranstaltungen.

Die Voraussetzungen für die Bewerbung sind:
– Lebenslauf
– Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
– Nachweis: mind. 3 Semester Studium (Altersgrenze: 30 Jahre)
– Essay zum Thema „Europa ohne Arbeit – Viel Arbeit für Europa?“ (max. 4.000 – 5.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
– Einreichfrist: 11. November 2013

Es wird gebeten, die Bewerbungsunterlagen bis spätestens 11. November 2013 in digitaler Form an promedia.arora@pressezone.at zu schicken.

Tourismusstimme der Woche: Erich Liegl / Kohl & Partner

PREISDUMPING IST KEINE LÖSUNG
Gerade in der heimischen Ferienhotellerie versuchen Hoteliers in der Nebensaison, die schwächere Auslastung durch stark reduzierte Preise zu bekämpfen. Dies ist insofern fatal, als nach der Senkung eines hart erwirtschafteten Preises dieser nur mehr schwer nach oben gebracht werden kann. Erich Liegl von Kohl & Partner weiß, was man tun kann, um die Nebensaison zu beleben.

„Wenn Mitbewerber nur über den Preis argumentieren, darf man auf keinen Fall mitziehen“, bringt Erich Liegl, Geschäftsführer Kohl & Partner Österreich seine wichtigste Botschaft für die Qualitätshotellerie auf den Punkt. Vielmehr gilt es die eigene Leistung eingehend zu studieren und die Stärken in den Vordergrund zu stellen. Gerade in der Nebensaison müssen bestehende Produkte auf andere Motive und Zielgruppen abgestimmt werden. „Fakt ist, dass unsere Gäste für ihren Urlaub das selbe Zeit-Budget wie vor 20 Jahren haben – dieses aber ganz anders nützen als in der Vergangenheit: Sie urlauben damit öfter und kürzer – und darauf müssen wir im Tourismus eingehen“, erklärt Liegl, „mit einer saisonal befristeten Umstellung von Familien- auf Wanderurlaube, mit einem speziellen Angebot an Radtouren oder Wellnesskurzaufenthalten, kann diesem Trend gut begegnet werden“.

Gäste entscheiden kurzfristiger
Der Trend zu Kurzurlauben, so Erich Liegl, hat mittlerweile auch auf die Winterurlaube übergegriffen. Immer öfter ist zu beobachten, dass die Gäste mehrfach über ein verlängertes Wochenende zum Skifahren nach Österreich kommen. Dabei fällt auf, dass sich die Gäste oft verschiedene Destinationen aussuchen und häufig nach dem Wetter entscheiden, wohin ihre Reise gehen wird. Dazu Erich Liegl: „Ein Hotel könnte sich dies auch zu Nutze machen und seine Angebots- und Kommunikationspolitik kurzfristig an die Wetterlage anpassen, um eine größtmögliche Auslastung zu erreichen. Zwar gibt es noch die klassischen Skiwochen, doch diese hängen von den Märkten und den Ferienzeiten ab und sind vorwiegend im Einzugsbereich der Wintertourismusorte zu finden.“ Diese Änderung im Gästeverhalten stellt vor allem die kleineren Häuser der 2 – 3-Sterne-Kategorie vor völlig neue Herausforderungen, wenn es gilt, gerade in der Nebensaison wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum einen unterliegen sie einem starken Preisdruck, zum anderen ist ihre Konkurrenz im 4-Sterne-Bereich häufig wesentlich besser ausgestattet. Erich Liegl empfiehlt, sich diesem Druck von zwei Seiten nicht mit Preisnachlässen zu beugen oder gar mit einer Aufstockung der Hardware (z.B. Wellnessanlagen) zu reagieren. „Hier ist die Unternehmerfamilie gefragt, sie muss auf Individualität und emotionale Bindungen setzen und sich gerade in der Nebensaison verstärkt in der Betreuung der Gäste persönlich einbringen“, so Liegls Resumée.

Tourismusstimme der Woche: Gerhard Walter – neuer TVB-Chef von Kitzbühel

Mit Gerhard Walter übernimmt einer der erfahrensten österreichischen Touristiker mit 1. Oktober 2013 die Geschäftsführung des Tourismusverbandes in der Gamsstadt. Gerhard Walter, der zuletzt als GF der Tourismus-Sparte innerhalb der VERBUND AG in Wien tätig war, zeichnete bereits als Direktor der Lech Zürs Tourismus GmbH sechs Jahre für eine bekannte alpine Marke verantwortlich. In der Tourismusstimme der Woche nimmt er zur neuen beruflichen Herausforderung Stellung und skizziert seine Ziele.

Die Videobeiträge zu den theALPS-Preisträgern

Der theALPS-Award wurde vergangenes Wochenende in Chamonix vergeben. Aus über 30 Einreichungen aus dem gesamten Alpenraum wurden 5 herausragende Entwicklungen rund um alpine Sommerinszenierungen nominiert:
. Naturpark Kaunertal
. Musikdorf Ernen
. Südtirol Rad – Bici Alto Adige
. Theresa’s Photo Walk
. Hexenwasser in Söll
In einer knappen Juryentscheidung wurde schließlich das Hexenwasser mit dem theALPS-Award 2013 ausgezeichnet:

Zu jedem nominierten Projekt gibt es einen Videobeitrag, der hier abrufbar ist: Videos ansehen

Kitzbühel Country Club zelebrierte sein Gründungfest

Die Kitzbüheler Stubengespräche im Kitzbühel Country Club sind bereits renommiert und erfreuen sich großer Beliebtheit. Rund 60 Gäste begrüßte Hausherr und KCC-Initiator Richard Hauser am vergangenen Wochenende zu einer spannenden Diskussion zum Thema Mäzenatentum in Reith bei Kitzbühel. Österreichs Bundesminister Karlheinz Töchterle zeigte sich dabei nicht nur vom Kitzbühel Country Club begeistert, sondern auch vom Konzept des Mäzenatentums überzeugt.

Nach dem Vorbild angelsächsischer „Private Members Clubs“ hat Unternehmer Richard Hauser in Reith bei Kitzbühel ein für den Alpenraum hochinnovatives Konzept realisiert. Der Kitzbühel Country Club (KCC) steht mit dem Gründungsfest nur noch eingetragenen Mitgliedern und deren Gästen offen. Als einzige österreichische Institution wurde der KCC nun auch offiziell in das weltweit größte Clubnetzwerk aufgenommen.

Bei strahlendem Sommerwetter wurde das Gründungsfest des Kitzbühel Country Clubs gefeiert. Bereits über 400 eingetragene Mitglieder zeigen sich vom umfangreichen Angebot begeistert und bilden eine starke Basis für den bisher einzigen österreichischen Private Member Club. Unternehmer Richard Hauser zeigt sich über die enorme Resonanz erfreut: „Das entgegengebrachte Vertrauen, der Zuspruch und das ungebrochene Interesse am Kitzbühel Country Club verstehen wir als Auftrag ein regional verankertes aber international orientiertes Unternehmen mit vielfacher positiver Wertschöpfung und Impulsen für das ganze Land nachhaltig zu entwickeln.“ Für die Mitglieder schafft der KCC die großzügige Erweiterung ihres privaten Raums, der für unternehmerische wie private Aktivitäten zur Verfügung steht. Durch und im Kitzbühel Country Club werden u.a. Kontakte zwischen einheimischen Unternehmern und internationalen Persönlichkeiten initiiert und gepflegt, sowie der Austausch in unterschiedlichsten Disziplinen der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kunst vertieft. Damit leistet der KCC auch einen wertvollen Beitrag zur internationalen Vernetzung der Region Kitzbühel aber auch des Standortes Tirol.

Achensee Attack 2013 – Captain Jack Lago hat seine neue Crew:

Die „Landjugend Palting“ eroberte die Black Benedikt bei der Achensee Attack 2013

Bei der bereits 5. Auflage der „Battle of Pirates“ enterte die „Landjugend Palting“ als schnellster Clan bei einer spannenden Floßchallenge vor den Zweitplatzierten dem „Kite Club Achensee“ bzw. den Drittplatzierten „Mauracher Seeteufel“, die Black Benedikt und sicherten sich die Siegerprämie von 500,- Euro.
Der Badestrand Buchau bot einmal mehr die perfekte Kulisse für das ultimative Piratenfest für Jung und Alt. Bei strahlendem Sonnenschein und 22° Seetemperatur unterstützten die ca. 3000 Besucher die kreativ verkleideten Freibeuter mit tosendem Applaus und toller Stimmung. Mit vollem Einsatz kämpften die 12 Clans um den ersten Platz auf der Black Benedikt und den lautesten Beifall der „Landratten“ am Strand: Spielte doch auch in diesem Jahr neben der Zeitwertung die Kreativwertung wieder eine bedeutende Rolle – je spektakulärer das Piraten-Outfit und lauter der Applaus der Zuseher, desto mehr Minus-Sekunden konnten gutgemacht werden. Für die würdigen Sieger war zudem auch die neue Herausforderung von Captain Jack Lago leicht zu bewältigen – mit Geschick überwanden sie die „wackelige Wasserbrücke“ und ließen vor den begeisterten Zuschauern die Schiffsglocke erklingen.

Die Gewinnerclans 2013 im Überblick:

1. Platz/ 500 Euro: „Landjugend Palting“
2. Platz/ 300 Euro: „Kite Club Achensee“
3. Platz/ 200 Euro: „Mauracher Seeteufel“

Die Zuschauer erwartete rund um den spannenden Wettkampf den ganzen Tag lang ein abwechslungsreiches Programm und für alle „Nachwuchspiraten“ wurde der Badestrand Buchau zur „Piratenbucht“ mit Kinderspielefest, Dschungel Luftrutsche, Spider Wall, XXL Kriechtunnel und vielem mehr.

Und neben den schnellsten bzw. kreativsten Piraten-Crews konnten auch die Zuschauer im Rahmen des Publikumsgewinnspiels, tolle Preise wie z.B. einen Tandemflug, Kitekurs, AirRofan Flug, Segway Tour und vieles mehr gewinnen.

Großes Lob und herzliches Dankeschön

Martin Tschoner, GF Achensee Tourismus freut sich über den Erfolg: „ Einmal mehr wurde die Achensee Attack ihren Ruf als sommerlicher Veranstaltungshöhepunkt gerecht. Dank der vielen Partner und Helfer wurde die 5. Auflage der „Battle of Pirates“ perfekt inszeniert. Wir freuen uns sehr und bedanken uns herzlich für den Einsatz und die große Motivation der Achenseeschiffahrt, die in vielen Stunden aus der „St. Benedikt“ die „Black Benedikt“ machen, sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern und guten Seelen rund um das erfolgreiche Format. Großes Lob auch an die vielen kreativen und mutigen Piraten, die sich Jahr für Jahr den neuen Aufgaben von Captain Jack Lago stellen. Auf ein Neues im August 2014!“

Touristiker atmen auf: Felbertauern wieder für Verkehr geöffnet

Nach einem gewaltigen Geröllsturz Mitte Mai musste die Felbertauernstraße, die Nord- und Osttirol verbindet, für den Verkehr gesperrt werden. Gerade für die Tourismusbranche war der Ausfall der kürzesten Nord-Süd-Verbindung problematisch. Nun konnte nach nur anderthalb Monaten Bauzeit eine 1,5 Kilometer lange, temporäre Umfahrungsstraße eröffnet werden, was für den aktuellen Urlauberreiseverkehr eine wichtige Entlastung bedeutet. Anfang Oktober soll die Felbertauernstraße wieder uneingeschränkt für den Verkehr geöffnet werden.

„Wir sind stolz, froh und erleichtert, dass wir die Felbertauernstraße rechtzeitig zur Hauptreisezeit wieder eröffnen können“, sagte der Vorstandsdirektor der Felbertauernstraße AG, Karl Poppeller, anlässlich der Verkehrsfreigabe der temporären Umfahrungsstraße. Rechtzeitig zum großen Sommer-Reiseverkehr wurde am 27. Juli 2013 um 6 Uhr morgens die Ersatzstraße am Felbertauern in Osttirol für den Verkehr freigegeben. Am vergangenen Wochenende wurde mit einem Fest die neu geschaffene Verbindung gefeiert.

Aus verkehrsplanerischer Sicht ist die Eröffnung der Umfahrung besonders erfreulich. So ist pünktlich zur Hauptreisewelle die kürzeste Nord-Süd-Verbindung damit wieder frei befahrbar. Denn die Felbertauernstraße wird als preisgünstige Alternative zur Brenner- oder Tauernautobahn besonders gern von Urlaubern genutzt, die auf dem Weg in den Süden sind. Zudem ist die Straße die wichtigste Verbindung zwischen Nord- und Osttirol. Landeshauptmann Günther Platter unterstrich anlässlich der Feierlichkeit, welche Bedeutung dieser Verkehrsweg für die Tiroler Wirtschaft hat: „Es ist eine große Erleichterung und ein gutes Gefühl, dass diese wichtige Verbindung dank des Zusammenhalts aller so rasch gebaut werden konnte.“. Auch Touristiker und Wirtschafstreibende aus Osttirol zeigten sich erleichtert, wie Matreis Bürgermeister Andreas Köll betonte: „Das ist ein großer Freudentag für Osttirol und die Nationalparkregion, weil es gelungen ist, diese touristische und wirtschaftliche Lebensader unseres Bezirkes wiederherzustellen.“ Osttirols Tourismusobmann Franz Theurl dankte der Landesregierung für die rasche und unbürokratische Entscheidung zum Bau der Umfahrung: „Damit wurde unser Sommer 2013 in touristischer Hinsicht gerettet.“

Klettersteig-Jubiläum und hitzige Diskussion zur Sonnenwende in der Ramsau

Mit einer Jubiläumsbegehung in Bergausrüstung von „anno dazumal“ wurde das 170-jährige Bestehen des ältesten Klettersteiges der Alpen auf dem Dachstein am Wochenende zelebriert. Bei traumhaften Wetterbedingungen feierten Bergführer, Touristiker, Sportprominenz und Medienvertreter die Region Ramsau am Dachstein in der Steiermark als Wiege des alpinen Bergsports.

Der erste Klettersteig der Alpen wurde von Geograf Friedrich Simony, dessen Geburtstag sich 2013 zum 200. Mal jährt, in Auftrag gegeben. Das 170-Jahr-Jubiläum wurde am Samstag stilgerecht in Szene gesetzt. Bergführer in historischer Kletterausrüstung führten tagsüber rund 30 sportliche Festgäste auf den Dachstein und damit an eine der Geburtsstätten des alpinen Bergtourismus.

Spannende Diskussion am Bio-Bauernhof

Am Abend diskutierte dann eine hochkarätige Expertenrunde von Vertretern der Wirtschaft und des Sports am Ramsauer Biobauernhof „Frienerhof“ über die Zukunft des Tourismus und die Bedeutung von traditionellen Angeboten. Die Tourismusregion Ramsau am Dachstein hat sich genau in diesem Segment erfolgreich positioniert und auf Basis der unverfälschten, authentischen und traditionellen Lebensweise große Anziehungskraft entwickelt.

Thesen von Zukunftsforscher Andreas Reiter bildeten dabei den Ausgangspunkt einer äußerst spannenden Diskussion, die von Andreas Kornhofer (Chefredakteur Servus Magazin) geleitet wurde. Die Globalisierung, so ist Reiter etwa überzeugt, verstärkt ländliche Rückzugs-Phantasien und macht das Leben in kleinen, überschaubaren Räumen wieder attraktiv. Diese neue Regionalität wird zu einem Gegenentwurf, der Moderne und Tradition, Kreativität und ursprüngliche Werte versöhnt.

Österreichs Ausnahmesportler Felix Gottwald, selbst seit 10 Jahren in der Ramsau sesshaft, bestätigte diese Einschätzung und betonte den Wert, das eigene Leben langsamer und leiser zu machen. Das Problem sei, dass heutzutage viele Menschen nicht mehr wüssten was sie wollen, daher auch gedankenlos leben, arbeiten und konsumieren würden. „Wer sich in Vielfalt zerstreut, ist niemals mit sich in Kontakt.“

Georg Bliem, GF von Steiermark Tourismus, bestätigte, dass Gäste gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Herkunft, Geschichte und Geschichten nachfragen. „Individualisierte Angebote sind eine große Chance, sich vom Durchschnitt abzuheben.“

„Individualität bedeutet, dass man aus der Vergleichbarkeit rauskommt, um sich nicht allein über den Preis, sondern gerade auch über die Qualität zu positionieren“, erklärte Christian Wolsegger, Sales Manager des traditionsreichen Bergschuhherstellers Dachstein.

Auch Hans Embacher, GF von Urlaub am Bauernhof, bestätigte mit Blick auf seine Gäste: „Unsere Urlauber suchen eine heile Welt , wollen gerade angesichts von Lebensmittelskandalen darauf vertrauen, dass wir regional gewachsene und nachvollziehbare Produkte anbieten.“

Auch Österreichs ehemaliger Vorzeigeathlet und Ausdauersportler Alois Stadlober, der heute ebenfalls in der Ramsau wohnt, bestätigte die Suche der Menschen nach einem sicheren Hafen. „Regionalität braucht aber Ehrlichkeit und Ehrlichkeit braucht Selbstbewusstsein.“

Unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ würde heute vielfach ein Etikettenschwindel vollzogen, deshalb wolle man in der Ramsau zeigen, dass es auch anders geht, erklärte Georg Berger vom Frienerhof, einer der Initiatoren der „Ramsauer Bioniere“. Dabei haben sich Biobauern, Kaufleute und Gastronomen zusammengeschlossen, um Gästen Urlaub im Einklang mit der Natur anzubieten. „Wir sind Gastgeber, die genau das machen was sie machen wollen und können. Und bei uns ist der Gast nicht König, sondern ein gleichberechtigter Partner, den wir für unsere Welt und unsere Werte begeistern.“

Schlussendlich wurde im Rahmen der kontroversen Diskussion auch der Wachstumsbegriff kritisch beleuchtet. Bliem betonte dabei, dass Tradition immer modern interpretiert werden sollte und auch legitime wirtschaftliche Entwicklungen lebensnotwendig seien. „Denn wo nichts ist, ist auf Dauer auch nichts.“

Gottwald führte den Blick angesichts der an diesem Tag stattfindenden Sommersonnenwende zurück zur Natur. „Die Natur wächst bis zur Sonnenwende, dann reift sie und ihre Früchte können geerntet werden.“ Genau in diesem Sinne sei auch der allgegenwärtige Wachstumswahn, der statt Qualität nur quantitativen Parametern folgt, zu hinterfragen. Entschleunigung sei nicht nur auf Ebene der Gäste stark nachgefragt, sondern auch auf Ebene der Tourismusentwickler stärker zu berücksichtigen.

Tourismusstimme der Woche: Manfred Kohl

Er gilt als Pionier der österreichischen Tourismusberatung und auch als Spezialist, wenn es um Betriebsübergaben geht: nun überträgt Manfred Kohl selbst die operative Geschäftsführung in Österreich an langjährige Wegbegleiter und konzentriert sich künftig auf die Geschäftsführung der Kohl & Partner Holding.

Seinen Kunden bleibt er als Strategieberater weiterhin treu, seiner neuen Geschäftsführung wird er in den nächsten Jahren ebenfalls beratend zur Seite stehen. Im Interview „Tourismusstimme der Woche“ reflektiert Kohl Veränderungen im Beratungsgeschäft und konstatiert, dass das „Modell Österreich“ im internationalen Tourismus-Business sehr gefragt ist. Gleichzeitig warnt Kohl, dass trotz österreichweiter Nächtigungsrekorde zuletzt in der Winter-Saison, individuelle Betriebs- und Bilanzergebnissen der Tourismusunternehmen oftmals eine andere Sprache sprechen. Tatsächlich trenne sich auf Betriebsebene zunehmend Spreu von Weizen, die gut geführten Unternehmen würden überproportional gewinnen, der Rest weiter an Boden verlieren.

Kohl lässt Spezialisten ans Ruder

Er gilt als Pionier der österreichischen Tourismusberatung und auch als Spezialist, wenn es um Betriebsübergaben geht: nun überträgt Manfred Kohl selbst die operative Geschäftsführung in Österreich an langjährige Wegbegleiter und konzentriert sich künftig auf die Geschäftsführung der Kohl & Partner Holding. Seinen Kunden bleibt er als Strategieberater weiterhin treu, seiner neuen Geschäftsführung wird er in den nächsten Jahren ebenfalls beratend zur Seite stehen.

operative Übergabe an langjährige Weggefährten

operative Übergabe an langjährige Weggefährten

Kaum ein Name ist mit der österreichischen Tourismusberatung so eng verknüpft wie der von Manfred Kohl. In über 30 Jahren hat er eine kleine, auf seine Person zugeschnittene Pionierfirma aus Villach zu einem komplexen Beratungsunternehmen mit Standorten in Österreich, Südtirol, Deutschland, der Schweiz und Südosteuropa erweitert. „Kohl & Partner steht heute für lokale Kompetenz mit internationaler Erfahrung“, resümiert Manfred Kohl, „österreichisches Tourismus-Know How ist international sehr gefragt. Die Kunden interessiert am `Modell Österreich´ zum einen die mittelständische Struktur aus familiengeführten Betrieben; zum anderen die zweifellos erfolgreiche Art und Weise, wie Österreich seinen Tourismus organisiert und finanziert.“ Bei allem Erfolg sieht Manfred Kohl aber gerade für die heimische Freizeitwirtschaft in den nächsten Jahren große Herausforderungen: „Wir werden uns auf die Produktentwicklung konzentrieren müssen. Im Marketing sind wir schon recht gut aufgestellt, aber das allein reicht nicht. Es gilt das Profil zu schärfen und touristische Räume zu entwickeln, wo sich die Einheimischen wohl fühlen und die Gäste tolle Produkte vorfinden.“

Kohl & Partner hat sich mit der Branche spezialisiert
In den letzten drei Jahrzehnten hat sich der Tourismus in Österreich und damit das Beratungsgeschäft stark verändert. „Früher kamen die Kunden zu mir und wollten wissen, wie sie `Forelle blau´ richtig kalkulieren. Heute sucht der österreichische Tourismus professionelle Beratung für spezialisierte Detailfragen, im Marketing, in der Preispolitik, vor allem aber in der strategischen Unternehmensführung“, erläutert Manfred Kohl. Mit dieser Nachfrage ist Kohl & Partner nicht nur gewachsen, sondern hat auch Kompetenz auf allen wesentlichen touristischen Ebenen aufgebaut: in den Destinationen, in den Betrieben, in der Infrastruktur. „Diese Spezialisierung in einer heute sehr komplexen Branche, verbunden mit starker lokaler Kompetenz und internationaler Sichtweise macht uns stark und bürgt für die Qualität von Kohl & Partner“, so der Tourismusberater. Dass nunmehr die operative Geschäftsführung in Österreich an Spezialisten und langjährige Wegbegleiter übertragen wird, ist für ihn eine logische Konsequenz der bisherigen Unternehmensentwicklung: „Wir sind partnerschaftlich organisiert, 49 Prozent der Anteile werden von langjährigen Mitarbeitern gehalten. Mit Erich Liegl, der seit 1988 bei uns ist, übernimmt ein ausgewiesener Hotelspezialist – mit Gernot Memmer, seit 2001 mit an Bord, ein Experte auf dem Gebiet der Destinationen das Ruder in der operativen Geschäftsführung.“ Claudia Kohl, die in der Unternehmensgruppe für Marketing und PR verantwortlich zeichnet, wird 2014 ebenfalls in die Geschäftsführung einziehen.
Manfred Kohl selbst bleibt Geschäftsführer in der Kohl & Partner Holding, dem Dach der Firmengruppe und wird weiterhin als Strategieberater tätig sein. „Hier sehe ich eine sehr schöne Aufgabe auch darin, die neue Geschäftsführung in den kommenden Jahren zu begleiten. Es wird daher ein fließender, eleganter Übergang sein“, ist Manfred Kohl überzeugt, der für das eigene Unternehmen immer noch vom heimischen Tourismus lernt: „Wir haben Top-Betriebe mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis – und ein Naturell, das für den Tourismus hervorragend geeignet ist!“