OPEN FACES Obergurgl – Hochgurgl 2015

Das Face des OPEN FACES OBERGURGL-HOCHGURL gilt nicht umsonst als eines der herausforderndsten Faces der Szene. Heute setzte der „Hangerer“ aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse noch einen drauf.

Ein Fall für einige der stärksten Rider der Freeride World Qualifier Tour, die beim letzten 4*Qualifier auf europäischem Boden auch noch um die begehrten Startplätze in der Freeride World Tour kämpften. Stark präsentierten sich im Ötztal einmal mehr die heimischen Rider, allen voran ein Tiroler Premierensieger.

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HAYEK Colloquium Obergurgl 2012:

Am vergangenen Freitag stand das HAYEK Colloquium Obergurgl ganz im Zeichen der Finanzwirtschaft. Der Vorstandsvorsitzende der Bank Austria, Willibald Cernko, und der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, Wilhelm Molterer, stießen dabei mit ihren Vorträgen auf wenig Gegenliebe seitens der versammelten liberalen Wirtschaftswissenschaftler der Hayek-Gesellschaft. Beim abendlichen Bank Austria-Empfang auf der Hohe Mut Alm hinterließ der Chefökonom des Geldinstitutes, Stefan Bruckbauer, mit einem geradezu flammenden Plädoyer für Europa bleibenden Eindruck.

Nach dem, witterungsbedingt, kühlen Beginn am Donnerstag erlebte das HAYEK Colloquium Obergurgl 2012 am Freitag erneut hitzige Debatten zur aktuellen Wirtschaftslage. Die Gastreferenten des Tages kamen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bank Austria, Willibald Cernko, und dem Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB), Wilhelm Molterer, aus dem Bereich der Finanzwirtschaft. Molterer analysierte in seinem Vortrag die Gründe für Finanz- und Wirtschaftskrise und stellte klar, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz das Modell Europa mit seiner Gemeinschaftswährung für ihn nicht anzuzweifeln seien: „Wir haben es mit einer systemischen Krise zu tun. Das ist keineswegs eine Krise, die kurzfristig ist, sondern eine längerfristige Perspektive der Schwierigkeit. Und es ist auf jeden Fall klar, dass die Rückkehr zum Status quo ante, keine Alternative ist. Daher müssen die Antworten auf die Krise systematisch sein.“ Diese Antworten glaubt der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister in einer weiteren Stärkung der EU erkannt zu haben. Molterer trat dafür ein, die Fiskalunion weiter zu stärken und gleichzeitig die Steuerhoheit der Mitgliedstaaten weiter einzuschränken. Der europäische Binnenmarkt stehe für ihn nicht zur Diskussion, so Molterer. Im Gegenteil: Der EIB-Vizepräsident forderte ein europäisches Pendant zum Welt-Währungsfond, eine Stärkung der Zentralbank nach Vorbild der US-Notenbank und er verteidigte den aktuellen Kurs der EU-Kommission. Für die versammelten wirtschaftsliberalen Denker der Friedrich A. v. Hayek-Gesellschaft Berlin waren Molterers Ausführungen ein rotes Tuch, repräsentierte er doch genau jene Europäische Politik, die ihren Prinzipien von Freiheit und freiem Markt diametral entgegensetzt ist.

Cernko warnt vor „Regulierungstsunami“

Auch der nächste Redner, Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko, stieß mit seinen Ausführungen auf wenig Verständnis bei den Hayek-Anhängern. Seine Warnung vor einem drohenden „Regulierungstsunami“ seitens der Finanzmarktaufsicht war zwar noch ganz im Sinne der Liberalen. Cernko wies in Zusammenhang mit der zunehmenden Regulierung des Finanzmarktes mahnend darauf hin, dass das Risiko bei Anlagegeschäften nicht allein den Banken aufgebürdet werden könne, sondern auch für Anleger eine gewisse Eigenverantwortung bestehe. Doch sein Plan, wie man in der Finanzbranche durch die Bankenunion wieder Vertrauen aufbauen könne, stieß auf Ablehnung. Cernko fordert in zeitlich aufeinander folgendem Ablauf eine einheitliche Finanzmarktaufsicht und gleiche Spielregeln für alle in der EU. Dann müsse man den Mut aufbringen, auch nicht funktionierende Elemente, die keinen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen, aufzugeben und zu entfernen. Und schließlich müsse man für die Einlagensicherung sorgen. Wobei er selbst einschränkte: „Dieses Thema werden wir erst in Jahren diskutieren. Es heute schon zu thematisieren, ist an den Haaren herbeigezogen.“ Und Cernko forderte weniger Emotionalität in der Debatte um die Rolle der Banken: „Es muss auch klar sein, dass Banken das Recht haben, nach Gewinnen zu streben.“ Wobei er ebenfalls klarstellte, dass Banken als unverzichtbarer Teil unseres Wirtschaftssystems eine Aufgabe zu erfüllen haben: „Banken tragen Verantwortung im marktwirtschaftlichen System – dazu stehe ich als Vorsitzender einer führenden Bank.“ Ins selbe Horn wie die beiden Referenten des Nachmittages stieß der Tischredner beim abendlichen Empfang auf der Hohe Mut Alm, Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Er legte sogar noch ein Scherflein nach und hielt ein flammendes Plädoyer für die Idee des vereinten Europas und die Währungsunion. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen beweise, so der Tenor von Bruckbauers Rede, dass die EU letztlich sehr solide durch die Krise steuert: „Wir sehen also, der Maastricht-Vertrag hat sehr wohl funktioniert.“ Das größte Manko Europas verortet auch Bruckbauer im Fehlen einer starken Zentralbank.

Denkplatz Obergurgl wurde erfolgreich wiederbelebt

Wie schon am Eröffnungstag sorgten die Reden der Referenten für viel Diskussionsstoff unter den Colloquiums-Teilnehmern. Einig war man sich jedoch darin, dass angesichts der hochkarätigen Gäste, wie dem tschechischen Staatsoberhaupt Václav Klaus, dem Medienphilosophen Norbert Bolz oder den bereits genannten Finanzexperten Molterer und Cernko, die Wiederbelebung des Denkplatzes Obergurgl im Sinne von Friedrich August von Hayek gelungen ist. Klaus Schredelseker von der Universität Innsbruck, die im kommenden Jahr zusammen mit dem Management Center Innsbruck als inhaltlicher Partner neben der Hayek-Gesellschaft einsteigen will, attestiert der Veranstaltung eine große Zukunft: „Wobei wir inhaltlich etwas mehr von der Person Hayeks abrücken und der gesamten österreichischen Schule der Nationalökonomie mehr Raum zuerkennen sollten.“ Für den Gastgeber des HAYEK Colloquiums, Lukas Scheiber vom Hotel „Edelweiss & Gurgl“, ist der Fortbestand der Veranstaltung ebenfalls gesichert: „Ich darf bereits den Termin für das HAYEK Colloquium Obergurgl 2013 bekanntgeben, das von 12. bis 14. September wieder hier im Ötztal stattfinden wird.“

Tourismusstimme der Woche: Michael Anfang

Seit Wochen wird hitzig über die zum Teil empfindlichen Erhöhungen der Kommissionen bei den führenden Buchungsplattformen diskutiert, Hoteliers rufen zum Boykott auf. In der „Tourismusstimme der Woche“ kritisiert Michael Anfang, Marketingleiter des Ötztaler Hotels „Edelweiss&Gurgl“, die Abhängigkeit der Hotellerie von externen Vertriebskanälen, die über viele Jahre kultiviert wurde. Im Gegensatz wurden die Hausaufgaben in Bereich der direkten Vermarktung und Buchbarkeit vernachlässigt, eine Tatsache, die sich nun vielfach rächt, so Anfang. Nach eigenen Angaben vermarkte sich das Hotel „Edelweiss&Gurgl“ sowohl im Winter als auch im Sommer erfolgreich eigenständig – ohne Buchungsplattformen und Sonderrabatte – dafür aber mit internem Anfragemanagement, professionell geschulter Verkaufsabteilung und optimierter aktiver Selbstvermarktung.



Das Procedere der Buchungsplattformen beschreibt Anfang im Gespräch mit dem TP-Blog so: „Buchungsplattformen bringen nicht nur eigene Gäste bzw. User sondern haben erkannt dass es viel einfacher ist, den Hoteliers die Stammgäste wegzunehmen (speziell in der Ferienhotellerie). Viele Hoteliers haben die Plattformen dabei noch kräftig unterstützt – mit Topkonditionen. Im Gegensatz zu einem einzelnen Hotel können Buchungsplattformen höchst effizient Google Adwords schalten, denn die Plattform verdient immer, egal in welchem Hotel der Kunde bucht. Der Hotelier verdient nur dann wenn sein Hotel gebucht wird. Ein Vertrag mit einer Buchungsplattform ist ein Vertrag zwischen David und Goliath! Beispiel: Ein Freund erzählt von seinem tollen Urlaub in Ihrem Hotel. Der interessierte Zuhörer googelt Ihr Hotel mit Ihrem Hotelnamen und Ort. Sie haben brav Ihre Homepage optimiert und erscheinen an 1. Position. Hurra! Leider verliebt sich der Neue Gast in die Anzeige am Obersten Rand. Jetzt „Ihre Hotel-Marke“ -20% buchen. Das ist eindeutig günstiger…“

Wer vor allem auf Buchungsplattformen setzt, warnt Anfang, begebe sich mit seinem Angebot vorsätzlich in eine Spirale nach unten. „Die Zeit“, so fordert Anfang eindeutig, „schreit nach einem eigenen Vertrieb entweder alleine oder in Allianzen.“ Und der Marketingfachmann zieht an dieser Stelle einen Vergleich mit der Industrie: „Es gibt viele Firmen die „nur“ einen Vertrieb aber kein Marketing haben, aber nur sehr wenige die ein Marketing haben aber keinen Vertrieb. In der Hotellerie gibt es kaum Hotels die einen aktiven Vertrieb haben – Plattformen hingegen sind Vertriebs-Spezialisten, die von den Provisionen gut leben können. Für den sogenannten Leistungserbringer bleiben nur die berühmten 80% übrig, und davon kann leider fast kein Hotel dauerhaft leben. Dazu kommt noch der Verlust der eigenen Internet Identität und eine Verwässerung der Hotel-Marke!“

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Jubiläumsfeier: 20 Jahre Ötzi-Fund

Es war am 19. September 1991, als die deutsche Urlauberin Erika Simon am Ötztaler Gletscher die berühmteste Mumie der Alpen entdeckte: Ötzi, den Steinzeitmann. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums dieses Sensationsfundes richten Ötztal Tourismus auf Nordtiroler Seite sowie das Schnalstal auf Südtiroler Seite gemeinsame Feierlichkeiten aus. Drei Tage lang stehen das Ötz- und das Schnalstal zu Ehren seines 5.300 Jahre alten Urahnen im Zeichen der Steinzeit.

Begleitend dazu wird ein Rahmenprogramm geboten, das von archäologischen Wanderrouten, die auf Urwegen durch Ötz- und Schnalstaler Hochgebirgslandschaften führen, die noch heute weitgehend so unberührt sind wie zu Ötzis Zeiten, bis hin zum archäologischen Freilichtpark, der „Steinzeit zum Anfassen bietet“, reicht. Auf Südtiroler Seite, im Schnalstal, lockt das archäologische Aktivmuseum archeoPark mit den Sonderausstellungen „Steinzeitjagd und Bogensport“ sowie „In memoriam – Fotografie von Claire Artemiz“ historisch interessierte Besucher.

Höhepunkt der Feierlichkeiten ist einerseits die Podiumsdiskussion der Zeitzeugen im Ötzi-Dorf in Umhausen, wo sich am 17. September 2011 unter anderem Finderin Erika Simon, Hüttenwirt Luis Pirpamer sowie Archäologe Walter Leitner an die Tage erinnern werden, die im wahrsten Sinn des Wortes Geschichte schrieben. Tags darauf geht es sportlich weiter. Am Jubiläumstag, dem 19. September 2011, steigt schließlich das große Jubiläumsfest direkt an der Ötzifundstelle am Tiesenjoch. Prominente Vertreter aus Politik gedenken gemeinsam mit interessierten Besuchern und Medienvertretern dem Tag vor 20 Jahren, an welchem sich die Sicht auf das steinzeitliche Leben in den Alpen komplett erneuerte. Schauspieler Martin Thaler wird die zahlreichen Gäste, darunter Ötzi-Finderin Erika Simon, unterhalten, das Herbert Pixner Projekt liefert „Musik von diesseits und jenseits des Jochs“ und vor Ort, im authentischen Ambiente auf über 3000 Meter Seehöhe, werden Köstlichkeiten aus Ötzis Lebensraum gereicht.

Wer nicht so hoch hinaus will, dem wird im Ötzi-Dorf in Umhausen sowie im archeoPark Schnals ein abwechslungsreiches Festprogramm zum 20-Jahr-Jubiläum des Ötzi-Fundes geboten. Am Sonntag, 18. September 2011, steigt ab 12 Uhr im Ötzi-Dorf Umhausen das große Jubiläumsfest im Rahmen des 5. Ötztaler Museumstages. Viele abwechslungsreiche Stationen – vom Bogenschießen bis zum Steinzeit-Tattoo – laden vor allem Kinder ein, die Steinzeitwelt von Ötzi kennenzulernen. Aber auch Erwachsene können sich im Töpfern üben und spezieller Steinzeitmusik lauschen. Am Jubiläumstag, den 19. September 2011, wird ab 13 Uhr im Ötzi-Dorf gefeiert. Es gilt das Alltagsleben einer Steinzeitfamilie kennenzulernen.

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