Tiroler Charity Radtour zu den Sommerspielen in London gestartet

Am Donnerstag, den 19. Juli 2012, erfolgte am Innsbrucker Bergisel der Startschuss für einen Radmarathon der besonderen Art. Unter der Schirmherrschaft der Tirol Werbung treten mehr als 20 teils prominente Pedalritter den 1.300 Kilometer langen Weg zu den Olympischen Spielen nach London an, wo ihre Ankunft am Vortag der Olympia-Eröffnung erwartet wird. Zum Tiroler Radpeloton zählen neben Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner, Sportasse wie die drei Olympiasieger Stephan Eberharter, Leonhard Stock und David Kreiner sowie die bekannte britische Behindertensportlerin Heather Mills. Unterwegs wird Geld zugunsten der englischen „Disability Snowsport UK“ gesammelt, einer Organisation, die es Menschen mit Behinderung ermöglicht Schneesport auszuüben.

Drei Olympiasieger verbinden dreifache Olympiastädte Innsbruck und London

1.300 Kilometer in acht Tagen – vom Innsbrucker Bergisel zur Londoner Tower Bridge: Diese sportliche Herausforderung hat der prominent besetzte Tiroler Radpeloton am Donnerstag in Angriff genommen. Auf Initiative von Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, werden Touristiker, Sportler, Wirtschaftsmanager, Politiker, Medienvertreter und Prominente per Rennrad von Innsbruck nach London „pedalieren“. Dort wird der Tross am Vortag der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele, den 26. Juli 2012, an der Tower Bridge, unweit des Austria House Tirol, eintreffen.

Jede der Etappen wird zwischen 120 und 200 Kilometer lang sein, insgesamt gilt es rund 10.000 Höhenmeter auf der Strecke von Tirol über Deutschland, Luxembourg, Belgien bis nach London zu bewältigen. Innsbruck und London verbindet in sportlicher Hinsicht eine weltweite Einzigartigkeit: Sie sind künftig die einzigen Orte, die bereits drei Mal Olympische Spiele ausrichten durften. Mit Stephan Eberharter, Leonhard Stock und David Kreiner sind auch drei Olympiasieger im Radteam mit dabei.

Josef Margreiter blickt der Ankunft in London bereits voller Vorfreude entgegen: „Wir haben uns einen ambitionierten Zeitplan auferlegt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir alle gut in den Tiroler Bergen trainiert haben, um ihn auch einzuhalten. Schließlich fängt für uns die Hauptarbeit nach der Ankunft in London erst an, wo wir das Land Tirol erstmals als Partner des ÖOC im Austria House Tirol repräsentieren.“

Prominentes Team radelt für den guten Zweck

Die sportliche Herausforderung wird für das prominent besetzte Tiroler Radteam kein Problem darstellen. Mit den drei Olympiasiegern Eberharter, Stock und Kreiner, der Para-Olympionikin Heather Mills, dem sportlichen Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner sowie dem ehemaligen Radstar Österreichs, Wolfgang Steinmayr, sind konditionsstarke Radler am Start.

Der Charity-Lady Heather Mills, die nach einem Unfall 1993 den linken Unterschenkel verloren hat, steht in zwei Jahren eine Herausforderung der besonderen Art bevor: „Mein großes Ziel ist die Teilnahme an den Paralympics in Sochi 2014. Zudem kann ich mir von Stephan Eberharter gleich ein paar Tipps holen, wie man eine Olympische Goldmedaille im Skisport gewinnt.“ Dass die Radtour des Tirol Cycling-Team zugleich einem guten Zweck dient, war für Mills Einsatz – trotz schwerer Knöchelverletzung am sonst gesunden rechten Bein – entscheidend: „Ich engagiere mich seit Jahren im Charity-Bereich und bin immer froh, wenn ich helfen kann. Die Organisation Disability Snowsport UK liegt mir besonders am Herzen und dass diese Radtour dazu beiträgt, Menschen mit Behinderung die Ausübung von Wintersport zu ermöglichen, finde ich großartig und unterstützenswert.“

Auch Stephan Eberharter freut sich auf die bevorstehenden 1.300 km: „Die Idee, als sportliche Botschafter Tirols für den guten Zweck nach London zu radeln, ist genial. Ich hoffe, wir können eine stolze Summe für die Sportlerkollegen mit Handicap sammeln.“ Für Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner ist die Radreise eine willkommene Gelegenheit: „Als Sportlandesrat kann ich bei dieser Radreise meine Kondition testen und verbessern. Dass wir überdies für einen guten Zweck strampeln, motiviert zusätzlich.“

Die erste Etappe der Charity-Radtour zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London hatte es in sich. Nach dem Start am Innsbrucker Bergisel, galt es für die Radler Höhenmeter abzuspulen, um ins Außerfern zu gelangen, wo am Donnerstagsabend in Tannheim der erste Etappenstopp eingeplant war.

Die außergewöhnliche Tour steht im Zeichen der Menschlichkeit. Unterwegs sammeln die Tiroler Rad-Botschafter Spenden für die britische Wohltätigkeitsorganisation „Disability Snowsport UK“ (www.disabilitysnowsport.org.uk), die Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung zum Wintersport führt. Zu diesem Zweck wurde eine eigene Spenden-Homepage eingerichtet: http://www.thealpsoflondon.tirol.at/charity

„Die Aktion ,Disability Snowsport UK‘ hat sich das Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderung die Faszination des Wintersports nah zu bringen und ihr Leben damit mit positiven Emotionen und sportlicher Erfüllung zu bereichern. Diese Bewegung wollen wir einerseits unterstützen andererseits damit auch dieses Anliegen noch stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit tragen. Denn auch Tirol engagiert sich im Rahmen von ‚Tirol barrierefrei‘ sehr für Menschen mit Behinderungen und deren möglichst barrierefreien Zugang zu unseren alpinen Urlaubsangeboten“, erklärt Josef Margreiter und erinnert in diesem Zusammenhang an die erfolgreich durchgeführte Ski WM für Körper- und Sehbehinderte 2004 in der Wildschönau.

Tourismusstimme der Woche: Michael Anfang

Seit Wochen wird hitzig über die zum Teil empfindlichen Erhöhungen der Kommissionen bei den führenden Buchungsplattformen diskutiert, Hoteliers rufen zum Boykott auf. In der „Tourismusstimme der Woche“ kritisiert Michael Anfang, Marketingleiter des Ötztaler Hotels „Edelweiss&Gurgl“, die Abhängigkeit der Hotellerie von externen Vertriebskanälen, die über viele Jahre kultiviert wurde. Im Gegensatz wurden die Hausaufgaben in Bereich der direkten Vermarktung und Buchbarkeit vernachlässigt, eine Tatsache, die sich nun vielfach rächt, so Anfang. Nach eigenen Angaben vermarkte sich das Hotel „Edelweiss&Gurgl“ sowohl im Winter als auch im Sommer erfolgreich eigenständig – ohne Buchungsplattformen und Sonderrabatte – dafür aber mit internem Anfragemanagement, professionell geschulter Verkaufsabteilung und optimierter aktiver Selbstvermarktung.



Das Procedere der Buchungsplattformen beschreibt Anfang im Gespräch mit dem TP-Blog so: „Buchungsplattformen bringen nicht nur eigene Gäste bzw. User sondern haben erkannt dass es viel einfacher ist, den Hoteliers die Stammgäste wegzunehmen (speziell in der Ferienhotellerie). Viele Hoteliers haben die Plattformen dabei noch kräftig unterstützt – mit Topkonditionen. Im Gegensatz zu einem einzelnen Hotel können Buchungsplattformen höchst effizient Google Adwords schalten, denn die Plattform verdient immer, egal in welchem Hotel der Kunde bucht. Der Hotelier verdient nur dann wenn sein Hotel gebucht wird. Ein Vertrag mit einer Buchungsplattform ist ein Vertrag zwischen David und Goliath! Beispiel: Ein Freund erzählt von seinem tollen Urlaub in Ihrem Hotel. Der interessierte Zuhörer googelt Ihr Hotel mit Ihrem Hotelnamen und Ort. Sie haben brav Ihre Homepage optimiert und erscheinen an 1. Position. Hurra! Leider verliebt sich der Neue Gast in die Anzeige am Obersten Rand. Jetzt „Ihre Hotel-Marke“ -20% buchen. Das ist eindeutig günstiger…“

Wer vor allem auf Buchungsplattformen setzt, warnt Anfang, begebe sich mit seinem Angebot vorsätzlich in eine Spirale nach unten. „Die Zeit“, so fordert Anfang eindeutig, „schreit nach einem eigenen Vertrieb entweder alleine oder in Allianzen.“ Und der Marketingfachmann zieht an dieser Stelle einen Vergleich mit der Industrie: „Es gibt viele Firmen die „nur“ einen Vertrieb aber kein Marketing haben, aber nur sehr wenige die ein Marketing haben aber keinen Vertrieb. In der Hotellerie gibt es kaum Hotels die einen aktiven Vertrieb haben – Plattformen hingegen sind Vertriebs-Spezialisten, die von den Provisionen gut leben können. Für den sogenannten Leistungserbringer bleiben nur die berühmten 80% übrig, und davon kann leider fast kein Hotel dauerhaft leben. Dazu kommt noch der Verlust der eigenen Internet Identität und eine Verwässerung der Hotel-Marke!“

Homepage